Peter Suhrkamp, Annemarie Seidel
»Nun leb wohl! Und hab's gut« - Briefe 1935-1959

Herausgegeben von Wolfgang Schopf
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D: 48,00 €
A: 49,40 €
CH: 63,90 sFr

Erschienen: 28.03.2016
Leinen, 847 Seiten
ISBN: 978-3-518-42071-3

Inhalt

»Authentisch-biographisches Material« von Peter Suhrkamp galt bislang als »untergegangen«, wie seine ersten Biographen, Siegfried Unseld und Helene Ritzerfeld, konstatierten. Ein Irrtum, wie sich herausstellte: Denn es hat sich der Briefwechsel zwischen Suhrkamp und Annemarie Seidel erhalten, insgesamt 450 Briefe. Die Korrespondenz zwischen dem Verleger und der Schauspielerin, »Mirl« genannt, mit der er seit 1935 verheiratet war, erstreckte sich bis zum Tod Suhrkamps am 31. März 1959. Sie vermittelt zum ersten Mal einen unverstellten, detaillierten Eindruck seiner Person und seiner Arbeit.

Die Dokumente zeigen, welche Kämpfe Peter Suhrkamp in den Anfangsjahren des »Dritten Reichs« als Leiter des S. Fischer Verlags mit der nationalsozialistischen Bürokratie ausfocht – und wie er unterlag; wie er im Konzentrationslager Sachsenhausen überlebte, wie er beim Neubeginn nach 1945 als Volkspädagoge in Gefangenenlagern auftrat, wie es zur Gründung des eigenen Verlags kam.

Bislang kannte man Suhrkamps private Motive, seine Einstellungen zu Büchern und Autoren fast ausschließlich durch Zeugnisse Dritter. In diesen Briefen lässt Suhrkamp, selbst in unfreiesten Verhältnissen, seine Frau an all seinen Überlegungen teilhaben – und die beiden treten uns als Chronisten eines Vierteljahrhunderts deutscher Geschichte, Kultur und Literatur entgegen.

125. Geburtstag von Peter Suhrkamp am 28. März 2016

Pressestimmen

»Dieses Buch vermittelt eine Ahnung, warum Suhrkamp einer der großen Verleger des zwanzigsten Jahrhunderts war. Und es macht Verlagsgeschichte als Kulturgeschichte lebendig.«

Erdmut Wizisla, Süddeutsche Zeitung

»Dieser Briefband ist eine große und zugleich schmerzliche Lektüre.«

Tilmann Lahme, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wertvoll ist der Briefwechsel nicht allein wegen der Einblicke in das Verlagsgeschäft, sondern auch wegen der privaten Wahrnehmungen. Was Suhrkamp und Seidel einander berichten, färbt eine Epoche.«

Edwin Baumgartner, Wiener Zeitung

»Der Briefwechsel Peter Suhrkamps mit seiner Frau gewährt bewegende Einblicke in ein deutsches Schicksal.«

Frankfurter Neue Presse

»Es braucht kein primäres Interesse für den Literaturbetrieb der 1930-er, '40-er und '50-er, um die Briefe des Verlegers Peter Suhrkamp an seine Frau Annemarie Seidel lesenswert zu finden.«

Tobias Schwartz, tip Berlin 10/2016

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