Blick ins Buch: Don't miss the Clitoris von Mandy Mangler

Beitrag zu Blick ins Buch: <i>Don't miss the Clitoris</i> von Mandy Mangler
Wie aufgeklärt sind wir wirklich, wenn es um weibliche Anatomie und Sexualität geht – und vor allem um das Organ, das dabei erstaunlich oft übersehen wird: die Klitoris? In Don’t miss the Clitoris rückt Mandy Mangler, Deutschlands bekannteste Gynäkologin, genau dieses Wissen ins Zentrum. Wissenschaftlich fundiert und anschaulich beleuchtet sie, was lange übersehen wurde – und ersetzt überholte Mythen durch fundierte Fakten. Dabei lädt sie dazu ein, genauer hinzuschauen: auf die medizinische Forschung, auf unseren Umgang mit weiblicher Lust und auf die Vorstellungen und Maßstäbe, die unser Denken prägen. Ein Buch, das der Klitoris endlich die Aufmerksamkeit gibt, die sie verdient.

Gewinnen Sie spannende Einblicke in das Buch und stöbern Sie durch eine Leseprobe, Illustrationen und weitere Inhalte rund um Mandy Mangler.

Das neue Buch von Mandy Mangler

Don’t miss the Clitoris
eBook 15,99 €
Signiertes Exemplar mit Stickerbogen 18,00 €
Wüssten Sie, wie man eine Klitoris zeichnet? Wenn nicht – Sie sind nicht allein. Über das weibliche Lustorgan ist viel zu wenig bekannt. Doch im 19. Jahrhundert wusste man es noch: Die Klitoris ist mindestens so groß wie der Penis beziehungsweise der durchschnittliche Penis sogar etwas kleiner als die Klitoris. Sie hat eine äußerlich sichtbare Eichel – und darüber hinaus vier mit Schwellkörpern gefüllte Schenkel. Danach wurde das Wissen um das potente weibliche Orgasmusorgan über Jahrzehnte ignoriert, mit weitreichenden Folgen für die Wahrnehmung weiblicher Lust. Doch Frauen wollen nicht weniger Sex als Männer, sie wollen oft nur nicht den, der ihnen geboten wird. Nicht Penis und Vagina sind einander entsprechende Organe, wie unsere auf Penetration fixierte Kultur uns glauben macht, sondern Penis und Klitoris: Sie entstehen aus denselben embryonalen Anlagen.

Wissenschaftlich fundiert und unterhaltsam erklärt Mandy Mangler Anatomie und Möglichkeiten – für eine klitoriskompetente, gleichberechtigte Gesellschaft und besseren Sex für alle.

Blick ins Buch

Produktfoto

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Stimmen

»... eine unterhaltsame Bedienungsanleitung. Für mehr Körper- und Selbstbewusstsein und nicht zuletzt: besseren Sex.«
Brigitte
»Ärzt:innen aller Fachgebiete können hier ihre Kenntnisse über ein gar nicht so kleines Organ auf den aktuellen Stand bringen und ihren Patient:innen eventuell diese hilfreiche Lektüre empfehlen.«
Dr. Adelheid Müller-Lissner, Ärztekammer Berlin
»Man staunt von Seite zu Seite, auch wenn man sich bereits für gut aufgeklärt gehalten hatte. Dringende Empfehlung deshalb für Leserinnen gleich welchen Geschlechts!«
Dominique Bielmeier, Sächsische Zeitung
»... eine unterhaltsame Bedienungsanleitung. Für mehr Körper- und Selbstbewusstsein und nicht zuletzt: besseren Sex.«
Brigitte
»Ärzt:innen aller Fachgebiete können hier ihre Kenntnisse über ein gar nicht so kleines Organ auf den aktuellen Stand bringen und ihren Patient:innen eventuell diese hilfreiche Lektüre empfehlen.«
Dr. Adelheid Müller-Lissner, Ärztekammer Berlin
»Man staunt von Seite zu Seite, auch wenn man sich bereits für gut aufgeklärt gehalten hatte. Dringende Empfehlung deshalb für Leserinnen gleich welchen Geschlechts!«
Dominique Bielmeier, Sächsische Zeitung
»... [E]in nötiges und sehr unterhaltsames Aufklärungsbuch ...«
RBB radioeins
»Mandy Mangler hat Grenzen eingerissen, die andere nicht einmal benennen konnten.«
Tara-Louise Wittwer

Spannende klitorale Fakten

Leseprobe

Klitoris-Ignoranz und ihre (gesundheitlichen) Folgen

 
Eine große Studie konnte belegen: Die Orgasmusraten bei heterosexuellen Paarkontakten sind ungleich. Nur zehn Prozent der Frauen haben bei einem One-Night-Stand oder bei unregelmäßigen Sexualkontakten einen Orgasmus, wohingegen es bei Männern in 60 Prozent dieser Fälle zum Orgasmus kommt. Beklagt man sich als Frau über mangelnden Sex, heißt es oft: »Wenn eine Frau es drauf anlegt, findet sie doch immer irgendwen für Sex.« Leider muss man dann antworten: »Ja, aber in neunzig Prozent der Fälle Sex ohne Orgasmus.«

Die Orgasmusrate von Frauen in heterosexuellen Paarbeziehungen ist zwar höher, aber mit 33 bis 65 Prozent ebenfalls sehr viel niedriger als die der Männer, die zu 80 bis 95 Prozent »kommen«.

Haben Frauen aber mit Frauen Sex, liegt ihre Orgasmusrate bei 85 Prozent. Auch beim »Erfolg« der Masturbation besteht kein Unterschied zwischen Männern und Frauen, beide kommen dabei mit zuverlässigen 80 bis 90 Prozent zum Orgasmus, und Frauen brauchen dafür auch nicht wesentlich länger als Männer. Es geht also schon. Es gibt kein grundsätzliches »Nicht-kommen-Können«. Man muss eben nur wissen, wie es geht.

Der Gender-Orgasmus-Gap, er ist real und gesellt sich zu vielen weiteren unrühmlichen Gaps wie dem Gender-Data-Gap, dem Gender-Health-Gap, dem Gender-Care-Gap oder dem Gender-Pay-Gap. Kümmern wir uns um den Gender-Orgasmus-Gap.

Die Studie belegt, was eigentlich alle weiblichen Menschen wissen: Vaginale Penetration durch einen Penis – oder auch einen Dildo o. Ä. – ist nicht zentral für den Orgasmus. Vielmehr zeigen Befragungen »CliteraCy – wie aufgeklärt sind wir?« und Studien an verschiedenen Orten der Welt konsistent, dass die allermeisten Frauen ihn nur nach umfassenderer Stimulation erleben. Vaginale Penetration allein führt dagegen nur bei wenigen Frauen regelmäßig zum Höhepunkt, und auch dann spielen die Klitoris und ihre Schwellkörper eine zentrale Rolle, wie wir in den Kapiteln 2, 4 und 6 noch sehen werden.

Wenn Frauen jedoch keinen Orgasmus erleben, fehlt ein wichtiger Anreiz, den Sexualkontakt zu wiederholen. Studien aus der Paar- und Sexualforschung zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen sexueller Unzufriedenheit und Beziehungsunzufriedenheit – inklusive seltenerem Sex. Positiv erlebter Sex und mehr Orgasmen hingegen münden in einer Aufwärtsspirale. Auch die Paarbindung ist bei regelmäßigen Orgasmen intensiver – Orgasmen helfen also, Partnerschaften zu stabilisieren. Und sie machen sogar insgesamt zufriedener.
 

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Zur PDF-Leseprobe »

Mit zahlreichen Illustrationen von Dani Becker


Mandy Mangler zu Gast im G Spot Podcast

In der aktuellen Folge des G Spot Podcasts spricht Mandy Mangler mit Stefanie Giesinger über die Klitoris als zentrales Organ weiblicher Lust und darüber, warum Aufklärung weit mehr ist als reine Wissensvermittlung.

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Podcast
Mandy Mangler spricht mit Silke Hohmann über gängige Mythen und Irrtümer in Bezug auf die weibliche Sexualität.
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Beide werden für ihre hervorragenden Verdienste um die Stadt und den Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet.
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Prof. Dr. Mandy Mangler (geb. 1977) ist Chefärztin zweier Berliner Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkten in operativen Therapien und der gynäkologischen Onkologie. Sie lehrt am Studiengang »Hebammenwissenschaft« der Evangelischen Hochschule Berlin, ist Vorsitzende der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtsmedizin Berlin und Vorsitzende der Berliner Chefärzte und Chefärztinnen der BLFG e. V., außerdem bekannt aus dem Tagesspiegel-Podcast »Gyncast«. 2022 wurde sie für ihren Einsatz um die Gleichstellung und Diversität in der Medizin mit dem Berliner Frauenpreis ausgezeichnet. Mandy Mangler hat fünf Kinder und lebt mit ihrem Partner in Berlin.
Prof. Dr. Mandy Mangler (geb. 1977) ist Chefärztin zweier Berliner Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkten in operativen...

Zuletzt aktualisiert am 13.03.2026