Ozan Zakariya Keskinkılıç erhält den Max Frisch-Förderpreis 2026
Nachricht13.01.2026
Ozan Zakariya Keskinkılıç wird mit dem Max Frisch-Förderpreis 2026 ausgezeichnet. Wie bei Max Frisch gehe es auch Keskinkılıç »um die Frage, wie Identität sich im Wechselspiel zwischen Selbstbehauptung und Zuschreibung formt und wie die Literatur ein Mittel sein kann, diese Prozesse kritisch zu befragen und neu zu imaginieren«, begründet die Max Frisch-Preis-Jury ihre Wahl.
Mit dem Max Frisch-Preis der Stadt Zürich werden Autor:innen aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, deren Arbeit in künstlerisch kompromissloser Form Grundfragen der demokratischen Gesellschaft thematisiert. Er ist mit insgesamt 50.000 Franken dotiert und wird alle vier Jahre vergeben. Seit 2018 wird der Max Frisch-Preis als Haupt- und als Förderpreis verliehen, um auch Schriftsteller:innen der jüngeren Generation unterstützen zu können. Zuletzt wurde der Förderpreis 2022 an Enis Maci verliehen. Zuständig für die Jurierung und die Bestimmung der Preisträger:innen ist die Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich. Den Preis und dessen Ausrichtung finanziert die Stadt Zürich.
Der Hauptpreis in Höhe von 40.000 Franken (etwa 42.900 Euro) geht an den österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier. Der Max Frisch-Förderpreis ist mit 10.000 Franken (etwa 10.700 Euro) dotiert. Die Preise werden am Sonntag, den 7. Juni 2026, um 11 Uhr bei einer öffentlichen Feier im Schauspielhaus Zürich übergeben.
Mit dem Max Frisch-Preis der Stadt Zürich werden Autor:innen aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, deren Arbeit in künstlerisch kompromissloser Form Grundfragen der demokratischen Gesellschaft thematisiert. Er ist mit insgesamt 50.000 Franken dotiert und wird alle vier Jahre vergeben. Seit 2018 wird der Max Frisch-Preis als Haupt- und als Förderpreis verliehen, um auch Schriftsteller:innen der jüngeren Generation unterstützen zu können. Zuletzt wurde der Förderpreis 2022 an Enis Maci verliehen. Zuständig für die Jurierung und die Bestimmung der Preisträger:innen ist die Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich. Den Preis und dessen Ausrichtung finanziert die Stadt Zürich.
Der Hauptpreis in Höhe von 40.000 Franken (etwa 42.900 Euro) geht an den österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier. Der Max Frisch-Förderpreis ist mit 10.000 Franken (etwa 10.700 Euro) dotiert. Die Preise werden am Sonntag, den 7. Juni 2026, um 11 Uhr bei einer öffentlichen Feier im Schauspielhaus Zürich übergeben.
Das Romandebüt von Ozan Zakariya Keskinkılıç
Dies ist eine Liebesgeschichte. Sie spielt im Juni, im Juli, im August in Adana, dreitausend Kilometer weit weg von Berlin. In Berlin lebt Zeko. Hier trifft er Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, den Dede, sein Großvater, immer nur »Hundesohn« nennt. Zeko kennt das laute Viertel, den Staub in den Gassen nur aus den Sommerferien. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen, nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht die religiösen Rituale und den Geschmack von Bamya. Und vor allem nicht Hassan.
Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren. Von der Euphorie und Verletzlichkeit, der Angst und dem Glück, wenn man liebt. Vom leisen Schrei und lauten Flüstern: am Küchentisch, in fremden Betten und im Gebet. Und vermisst dabei unsere zerrissene Gegenwart, über alle Grenzen von Ländern, Sprache und Körper hinweg.
Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren. Von der Euphorie und Verletzlichkeit, der Angst und dem Glück, wenn man liebt. Vom leisen Schrei und lauten Flüstern: am Küchentisch, in fremden Betten und im Gebet. Und vermisst dabei unsere zerrissene Gegenwart, über alle Grenzen von Ländern, Sprache und Körper hinweg.

