Preise der Stadt Wien für Robert Menasse und Yevgeniy Breyger
Nachricht20.08.2026
Robert Menasse erhält den Hauptpreis für Literatur 2026 der Stadt Wien.
In der Jurybegründung heißt es: »Robert Menasses literarisches Schaffen – ob als Romancier oder als Essayist – durchzieht die Vorstellung des Individuums als Essenz politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse.« Die Jury, vertreten durch Andrea Fredriksson-Zederbauer, Angelika Reitzer und Peter Zimmermann, verortet seine Literatur zwischen jüdischer Familiengeschichte, der Neubestimmung einer europäischen Identität und den Grenzen des europäischen Verwaltungsapparats. Stets handelt sie vom »Scheitern der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins zum allumfassenden Geist« und davon, »dass in jedem Fortschritt die Gefahr der Rückabwicklung steckt«.
Den diesjährigen Förderungspreis für Literatur erhält Yevgeniy Breyger.
»Yevgeniy Breyger schreibt eine zeitgenössische, politische Lyrik, die Kriegserfahrung, Identität und gesellschaftliche Realität mit großer formaler Freiheit und persönlicher Dringlichkeit verknüpft«, so die Jurybegründung.
Die Preise der Stadt Wien, die seit 1947 in den Fachbereichen Architektur, Bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik, Publizistik, Wissenschaften und Volksbildung vergeben werden (der Medienkunstpreis seit 2014), sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Förderungspreise werden seit 1951 zusätzlich jedes Jahr verliehen und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren Arbeit neue Perspektiven eröffnen und das kulturelle, wissenschaftliche und bildungspolitische Leben Wiens prägen. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgt auf Vorschlag unabhängiger Fachbeiräte.
In der Jurybegründung heißt es: »Robert Menasses literarisches Schaffen – ob als Romancier oder als Essayist – durchzieht die Vorstellung des Individuums als Essenz politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse.« Die Jury, vertreten durch Andrea Fredriksson-Zederbauer, Angelika Reitzer und Peter Zimmermann, verortet seine Literatur zwischen jüdischer Familiengeschichte, der Neubestimmung einer europäischen Identität und den Grenzen des europäischen Verwaltungsapparats. Stets handelt sie vom »Scheitern der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins zum allumfassenden Geist« und davon, »dass in jedem Fortschritt die Gefahr der Rückabwicklung steckt«.
Den diesjährigen Förderungspreis für Literatur erhält Yevgeniy Breyger.
»Yevgeniy Breyger schreibt eine zeitgenössische, politische Lyrik, die Kriegserfahrung, Identität und gesellschaftliche Realität mit großer formaler Freiheit und persönlicher Dringlichkeit verknüpft«, so die Jurybegründung.
Die Preise der Stadt Wien, die seit 1947 in den Fachbereichen Architektur, Bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik, Publizistik, Wissenschaften und Volksbildung vergeben werden (der Medienkunstpreis seit 2014), sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Förderungspreise werden seit 1951 zusätzlich jedes Jahr verliehen und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren Arbeit neue Perspektiven eröffnen und das kulturelle, wissenschaftliche und bildungspolitische Leben Wiens prägen. Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgt auf Vorschlag unabhängiger Fachbeiräte.
Eine eindringliche Novelle über Leben und Sterben, Liebe und Familie
Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.
Eine Reise durch alles, was nicht stimmt auf der Welt
Yevgeniy Breygers erzählendes Langgedicht hallo niemand ist humorvolle Politsatire und zugleich ernsthafte Auseinandersetzung mit drängenden Fragen nach der Versehrtheit des Körpers und des Geistes in Zeiten von Krieg und totalitärer Realitätserzwingung. Die Stationen dieses Roadtrips fügen sich zu einem Panorama Deutschlands, und im Gegensatz zu Odysseus, der sich selbst Niemand nennt, um den Zyklopen zu überlisten, wird dem Helden dieser Reise der Name Niemand zugewiesen – ob er will oder nicht.
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