Robert Menasse steht auf der Longlist des Österreichischen Buchpreis 2026

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08.09.2026
Beitrag zu Robert Menasse steht auf der Longlist des Österreichischen Buchpreis 2026
Robert Menasse steht mit seiner Novelle Die Lebensentscheidung auf der Longlist des Österreichischen Buchpreises 2026.

Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und die Arbeiterkammer Wien (AK) richten gemeinsam den jährlich zu vergebenden Österreichischen Buchpreis aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Entscheidung über die Auszeichnungen trifft eine unabhängige Fachjury.

Der Preis ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert, von denen 20.000 Euro an die Preisträgerin bzw. den Preisträger gehen. Die vier weiteren Titel der Shortlist werden mit je 2.500 Euro prämiert. Zusätzlich wird das beste Debüt einer österreichischen Autorin bzw. eines österreichischen Autors mit 10.000 Euro ausgezeichnet; die zwei anderen Finalist:innen der Debütpreis-Shortlist erhalten je 2.500 Euro.

Die fünf nominierten Werke der Shortlist werden am 14. Oktober 2026 bekanntgegeben.

Das nominierte Buch

Die Lebensentscheidung
eBook 18,99 €
Signiertes Exemplar 22,00 €
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen. 

Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.

»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise wach, so gibt sie wenigstens noch brillanten Erzählstoff her.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
»Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus, ohne Längen oder gewollte Ambivalenzen.«
Luca Vazgec, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»[Die Lebensentscheidung] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.«
Daniel Haas, DIE ZEIT
»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise wach, so gibt sie wenigstens noch brillanten Erzählstoff her.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
»Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus, ohne Längen oder gewollte Ambivalenzen.«
Luca Vazgec, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»[Die Lebensentscheidung] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.«
Daniel Haas, DIE ZEIT
»Die Schulden mögen noch so erdrückend, eine Erkrankung noch so fatal, das Leben noch so verkorkst sein – den Eltern, in Sonderheit der Mutter zuzumuten, den Leichnam des eigenen Sohnes in Empfang zu nehmen, ist vielleicht das größte intergenerationale Tabu ... Robert Menasse nun konfrontiert die Hauptfigur seiner neuen Novelle Die Lebensentscheidung mit diesem Gedankengang. Dass und wie er es tut, zeugt von einer schriftstellerischen und intellektuellen Größe ...«
Konstantin Sakkas, DIE WELT
»Für alle, die verstehen wollen, wie persönliche Schicksale und große Politik miteinander verwoben sind, und die einen tieferen Einblick in die Herausforderungen des europäischen Projekts gewinnen möchten, ist Die Lebensentscheidung eine unverzichtbare Lektüre.«
Sven Trautwein, fr.de

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien,...


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Der Autor spricht über sein neues Buch, die Motive und seine Entstehung.
Für Ihren Buchclub
Hintergrundinformationen und Diskussionsanregungen für die gemeinsame Lektüre von Robert Menasses Novelle.
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Zuletzt aktualisiert am 09.09.2026