Ein Thema – vier Bücher.

Schnell, kurz und stark: Das ist Suhrkamp espresso. In diesem neuen Videoformat sind es die Lektorinnen und Lektoren unseres Verlags, die im Gespräch mit Moderator Max Spallek zu Wort kommen. In jeder Folge geht es um ein Thema und vier Bücher – um schöne und unterhaltende Literatur, aber auch um Wissenschafts- und Sachbücher; es geht um Bücher der Verlage Suhrkamp und Insel, aber auch um Titel anderer Verlage.

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Folgen zu aktuellen gesellschaftlichen, literarischen oder politischen Themen – und damit stets die richtige Lektüre. Sie können unseren espresso gern auch als Video-Podcast in Ihrer Apple Podcast-App genießen – dazu bitte hier entlang »

In unserem Suhrkamp DISKURS präsentieren wir Ihnen außerdem monatlich ein Video-Interview. Darin spricht eine Autorin oder ein Autor unseres Verlags mit wechselnden Moderatoren über ein ausgewähltes Thema und ihr bzw. sein aktuelles Buch.

Wir informieren Sie gern über neue Folgen:

 

 

Warum Lesen – Suhrkamp espresso #27

Was passiert mit uns, wenn wir lesen? Sind wir, was wir gelesen haben? Welche Bedeutung hatte Lesen für die Generationen vor uns und wie hat sich diese Bedeutung verändert? Diesen und weiteren Fragen geht Katharina Raabe im Gespräch mit Katja Petrowskaja und Thomas Köck nach – gemeinsam mit Frank Wegner hat sie die Anthologie Warum Lesen herausgegeben.

Warum Lesen ist gleichzeitig ein Lesebuch und ein Buch über das Lesen, eine Anthologie, die das Abenteuer des Lesens beschreibt, seziert und feiert. Ausgehend von ihren literarischen oder wissenschaftlichen Arbeiten kommen hier Romanschriftstellerinnen, Lyrikerinnen und Lyriker, Dramatikerinnen, Philosophinnen und Philosophen, Soziologinnen und Neurologinnen zu Wort. Sie alle nehmen sich die Freiheit, auf ihre Weise mit dem Thema umzugehen. Und liefern eine Theorie, eine Erzählung, eine Szene, eine Anekdote ab, eine Erläuterung des eigenen Lesens, beispielsweise als Kindheitserinnerung oder als Streifzug durch die eigene Bücher- und Lesegeschichte.

Kanada & seine Literatur – Suhrkamp espresso #26

Kanada, das zweitgrößte Land der Welt, hat nicht nur eine atemberaubend vielfältige Landschaft, sondern auch eine Fülle an eindrücklicher Literatur zu bieten. Neben bekannten literarischen Größen wie Margaret Atwood oder Alice Munro gibt es noch viele weitere kanadische Autorinnen und Autoren, die es zu entdecken lohnt. 2020 ist Kanada virtuell und 2021 physisch Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Zu diesem Anlass stellen wir in dieser Folge Suhrkamp espresso vier Bücher von kanadischen Autorinnen vor.

Marie-Claire Blais porträtiert in ihrem Buch Drei Nächte, drei Tage ein tropisches Inselkollektiv zwischen Exzess und Verzweiflung. In nur 65 Sätzen, verteilt auf 400 Seiten, entwirft die Grand Dame der kanadischen Literatur ein schillerndes Ensemble an Charakteren: Künstler, Drag-Queens, Ku-Klux-Klan-Mitglieder, Kinder, die in unschuldige Spiele vertieft sind, Geflüchtete der benachbarten Inseln. Sie alle verbindet eine innere Zerrissenheit und das unausweichliche, sie umgebende Meer.

Der Roman Was dir bleibt von Jocelyne Saucier erzählt die Geschichte der 76-jährigen Gladys, die eines Tages den Northlander-Zug besteigt und aus ihrem kanadischen Dorf verschwindet, ohne dass jemand weiß, wohin sie geht und was sie vorhat. Saucier schreibt über eine außergewöhnliche Frau, von Freiheit, Freundschaft und von der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben.

In ihrem Gästebuch versammelt die Autorin Leanne Shapton Fotografien, Zeichnungen und Porträts und kombiniert sie mit Anekdoten, Erinnerungen und Geschichten. In ihren ebenso klassischen wie modernen Geistergeschichten geht es dabei immer um übernatürliche Begegnungen, von denen man sich kaum zu erzählen traut.

In dem Buch Irdischer Durst, das 2020 im Verlag Matthes und Seitz erschien, verbindet Anne Carson in vier poetischen Streifzügen Rhythmus und Metaphorik der Dichtung mit der schweifenden Natur des Essays und der Direktheit des Theaters.

Informationen zur Frankfurter Buchmesse 2020 und unsere Beiträge zur Special Edition finden Sie hier »

Dichterisch Denken – Suhrkamp espresso #25

Was macht ein Gedicht zu einem Gedicht? Was kann dichterisches Denken, was andere Herangehensweisen nicht vermögen? Und wie drückt sich dichterisches Denken in anderen Kunstformen aus? In dieser Folge von Suhrkamp espresso geht es um Bücher, die eine besondere dichterische Form aufweisen, oder sich damit beschäftigen.

In seinem Essayband Dichterisch Denken zeigt Amir Eshel anhand von Gedichten und Bildern, wie Dichten das Denken beeinflusst und wie es ihm neue Perspektiven eröffnen kann. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf zeitgenössische Künstler, die in ihrer Gestaltungsweise einen Ausweg aus der negativen Wirklichkeit, Erfahrung und Einschränkung weisen – hin zu eigenem Denken, zu perspektivischer Weite, zu neuen Formen und Inhalten.

Friederike Mayröckers Buch da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete lässt keine Zweifel an dem, was für die Autorin noch immer Tag für Tag zu tun ist: hellwach und neugierig auf die Welt blicken und sie in poetische Sprache verwandeln. Die Sprache selbst wird dabei als ein unerschöpflicher poetischer Zauberkasten begriffen.

Mit dem zweisprachigen Lyrikband Running Upon The Wires / Vibrationen hat Kae Tempest erneut ein hochmusikalisches Sprachkunstwerk geschaffen, das mit Hilfe vieler unterschiedlicher Stilmittel sowohl das menschliche Herz als auch die politischen und sozialen Gegebenheiten beobachtet und abbildet. Radikal ehrlich und radikal verletzlich zeigt Tempest, wie wir unser Zusammenleben neu gestalten können.

Bei dem Buch Erinnerungen von Albrecht Schöne, das kürzlich im Wallstein Verlag erschien, handelt es sich um den Lebensbericht des großen Germanisten, der eine Vielzahl dichterischer Werke kommentiert und herausgegeben hat.

Quo vadis, Welt? – Suhrkamp espresso #24

Wie leben wir heute, wie wollen wir morgen leben? Wie werden wir durch die reale und die digitale Welt beeinflusst? Und welchen Einfluss hat unser Verhalten auf die Welt von morgen?

In Paradise City entwirft Zoë Beck ein wirklichkeitsnahes Zukunftsszenario, in dem die Bevölkerungszahl durch eine Pandemie dezimiert wurde und das gesamte Leben von Algorithmen gesteuert wird. Allen geht es gut – solange keine Fragen gestellt werden. Denn Freiheit ist der Preis, den die Menschen in dem Thriller bereit sind zu zahlen, um ein bequemes Leben zu führen. Marius Goldhorn erzählt in seinem Debütroman Park von einer Reise durch Europa, von einer rastlosen Generation, für die das Virtuelle genauso nah ist wie die Realität – und von einem Protagonisten, der gerade deshalb umso deutlicher spürt, dass es da noch mehr geben muss. In Die verwundbare Welt zeigt Nick Bostrom düstere Zukunftsbilder auf: Er entwickelt in mehreren Hypothesen plausible Szenarien, in denen sich die Menschheit durch die Errungenschaften des technischen Fortschritts eines Tages selbst auslöschen wird, wenn nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen getroffen werden – hierfür gibt der Autor mögliche Problemlösungsstrategien an die Hand. Der Roman Abschied von Atocha von Ben Lerner, erschienen 2015 im Rowohlt Verlag, beschreibt einen jungen Künstler in der schönen neuen Welt von Globalisierung und ironischer Lebenshaltung. Lerner erzählt, wie wir mit Sprache umgehen und wie wir uns selbst und andere in dieser Welt verstehen können.

Soziale Herkunft – Suhrkamp espresso #23

Welchen Einfluss hat unsere Herkunft auf unser Leben? Auf Bildung, Karriere, unsere Beziehungen? Gibt es Chancengleichheit wirklich? Und wann ist eine Gesellschaft gerecht? In dieser Folge von Suhrkamp espresso geht es um soziale Herkunft und Chancengleichheit.

In ihrem neuen Roman Das lügenhafte Leben der Erwachsenen erzählt Elena Ferrante von der 13-jährigen Giovanna, die sich auf die Suche nach ihrer Tante und damit auch nach ihrer von den Eltern verleugneten Herkunft macht. Ihr Weg führt sie aus den höher gelegenen, bürgerlichen Stadtteilen Neapels, in denen sie aufgewachsen ist, tief hinein in eine ganz andere Welt. Der Roman erzählt von den Heucheleien der Eltern, den Verunsicherungen des Erwachsenwerdens – und von Emanzipation.

In ihrem Romandebüt Streulicht erkundet Deniz Ohde die unsichtbaren Schranken in unserer Gesellschaft und erzählt von der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit. Die aus einer Arbeiterfamilie stammende Ich-Erzählerin kehrt in ihren Heimatort zurück und beginnt, sich zu erinnern: an die nicht enden wollenden Anstrengungen des Alltags, in dem sie gegen Diskriminierung, Vorurteile und Ungleichheit zu bestehen versucht. An die soziale Scham, das Streben nach Aufstieg und die zermürbende Auseinandersetzung mit einem Bildungssystem, das Gleichheit verspricht, obwohl die eigene Herkunft am Ende doch maßgeblich den eigenen Erfolg beeinflusst.

In ihrem Buch Politische Gleichheit plädiert die amerikanische Politologin Danielle Allen dafür, die im Liberalismus in den Hintergrund geratene politische Gleichheit wieder in den Vordergrund zu rücken. Echte politische Gleichheit, so Allen, lässt sich nur in demokratischen Gesellschaften mit starken sozialen Bindungen realisieren.

In ihrem Roman 1000 Serpentinen Angst, der vor kurzem im S. Fischer Verlag erschien, erzählt Olivia Wenzel von einer jungen, schwarzen, queeren Frau – von ihrem Aufwachsen in der DDR, von den Diskriminierungen denen sie ausgesetzt ist, von dem Rassismus, aber auch von den Privilegien, die sie erfährt.

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