Ein Thema – vier Bücher. Jede Woche neu.

Schnell, kurz und stark: Das ist Suhrkamp espresso. In diesem neuen Videoformat sind es die Lektorinnen und Lektoren unseres Verlags, die im Gespräch mit Moderator Max Spallek zu Wort kommen. Jede Woche geht es um ein Thema und vier Bücher – um schöne und unterhaltende Literatur, aber auch um Wissenschafts- und Sachbücher; es geht um Bücher der Verlage Suhrkamp und Insel, aber auch um Titel anderer Verlage.

Jeden Samstag finden Sie hier neue Folgen zu aktuellen gesellschaftlichen, literarischen oder politischen Themen – und damit stets die richtige Lektüre. Sie können unseren espresso gern auch als Video-Podcast in Ihrer Apple Podcast-App genießen – dazu bitte hier entlang »

In unserem Suhrkamp DISKURS präsentieren wir Ihnen außerdem monatlich ein Video-Interview. Darin spricht eine Autorin oder ein Autor unseres Verlags mit wechselnden Moderatoren über ein ausgewähltes Thema und ihr bzw. sein aktuelles Buch.

Wir informieren Sie gern über neue Folgen:

 

 

Alter und Gesellschaft – Suhrkamp espresso #22

Unsere Gesellschaft wird immer älter: 28 Prozent aller Mitbürgerinnen und Mitbürger sind derzeit älter als 60 Jahre – Tendenz steigend. Welche Folgen hat dieser demographische Wandel für unsere Gesellschaft? Ist das Alter eigentlich eine Zeit der Einschränkungen oder der Freiheit? Und was kann die jüngere Generation von den Älteren lernen?

In Seniorendemokratie erläutert Emanuel Richter, wie wichtig es ist, dass möglichst viele Menschen jeglichen Alters als politische Profis oder als politische Laien, als Betroffene und als Akteure öffentlich sichtbar werden und die Politik mitgestalten – und warum wir die herrschenden Altersbilder kritisch durchdenken müssen. In Besser spät als nie berichtet die 80-jährige Mechthild Grossmann, aufgezeichnet von ihrer Enkelin Dorothea Wagner, über ihre Erfahrungen und Gedanken rund ums Älterwerden. Sie schildert, warum das Alter einem keine Angst machen muss und warum es viele Vorzüge bietet – verschweigt dabei aber nicht die Schwierigkeiten, sondern zeigt, wie daraus etwas Positives erwachsen kann. Nicole Andries hat in Wir wollen es nochmal wissen die Geschichten von 15 Frauen versammelt, die im Alter noch einmal berufliche Neuanfänge wagen. In ihrem Buch zeigt sie, dass Jugendlichkeit kein Lebensabschnitt ist, sondern eine Lebenshaltung. Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf, 2017 im Diogenes Verlag erschienen, erzählt von der Begegnung zweier älterer Menschen und zeigt, dass auch der Neubeginn in der Liebe keine Altersgrenze kennt.

Umweltschutz und Tierrechte – Suhrkamp espresso #21

Wie die Menschheit mit der Natur umgeht, muss sich dringend ändern. Nicht nur aufgrund des Klimawandels, sondern auch, um Leid zu verringern, wie es zum Beispiel in der Nutztierhaltung verursacht wird. Warum aber sollten Tierrechte ein Thema für die politische Philosophie sein? Weshalb ist eine radikalere Umsetzung von Klimaschutzgesetzen so dringend notwendig? Und wie kann ein zukunftsfähiger und schonender Umgang mit der Natur aussehen?

In seinem Buch Wasser und Zeit verbindet Andri Snær Magnason seine persönliche Geschichte als Einwohner Islands mit der Verantwortung für die größeren Zusammenhänge, die uns alle betreffen: Denn wenn in Island die Gletscher schmelzen, steigt der Meeresspiegel weltweit. Um zu verstehen, was mit der Erde passiert und welche Folgen der Klimawandel für die Menschheit hat, führt Magnason Gespräche mit Wissenschaftlern, dem Dalai Lama und mit den eigenen Großeltern. Nicht nur der Umwelt, auch Tieren schadet der Mensch seit langem. Da die Verletzung der Rechte von Tieren zu den gesellschaftlichen Grundordnungen gehört, die wir gemeinsam verantworten, ist sie ein Thema für die politische Philosophie. Bernd Ladwig gibt in seinem Band Politische Philosophie der Tierrechte einen umfassenden Einblick in die heutige Debatte. Auch Agustina Bazterrica macht in ihrem Roman Wie die Schweine auf höchst radikale und anschauliche Weise deutlich, was am Fleischkonsum falsch ist. Die Autorin erzählt in ihrem Roman von einer Welt, in der nicht Tiere, sondern Menschen zum Fleischverzehr gezüchtet werden und hinterfragt dabei unsere Konzepte von Moral und Empathie. In Unsere Welt neu denken untersucht Maja Göpel aus ökonomischer Sicht, wie das Wohlergehen der Umwelt mit dem der Menschheit in Einklang gebracht werden kann. Claudia Kemfert erläutert in Mondays for Future auf zugängliche Weise Fakten und Zusammenhänge der Klimadebatte.

Trauma & Familie – Suhrkamp espresso #20

Traumatische Erlebnisse und ihre psychischen Folgen können unbewusst über Generationen hinweg weitergegeben werden. Welche Rolle spielt mangelnde Kommunikation dabei? Und können die modernen, digitalen Kommunikationsmöglichkeiten helfen, Nähe und Austausch zwischen den Generationen zu schaffen?

Anna Katharina Hahn entwirft in Aus und davon ein weites Panorama zwischen den vier Generationen einer Familie im 21. Jahrhundert, die immer weiter in die Sprachlosigkeit abdriftet. Sie behandelt dabei die Frage, ob und wie eine Familie trotz großer räumlicher und emotionaler Distanz in Kontakt bleiben kann. In ihrem Roman Herzklappen von Johnson & Johnson erzählt Valerie Fritsch von Almas Sohn Emil, der wegen eines Gendefekts keinen Schmerz empfinden kann. Auf der Suche nach den Gründen begibt sich Alma tief hinein in die eigene Familiengeschichte – und in das Schweigen, das sie umhüllt. Auch in Maya Lasker-Wallfischs Buch Briefe nach Breslau geht es um das Schweigen zwischen den Generationen und um ein Trauma, das nicht verarbeitet werden kann. Die Mutter der Autorin überlebte den Holocaust, spricht jedoch nie darüber. In einem Versuch der Rettung schreibt Maya Lasker-Wallfisch Briefe an die verstorbenen Großeltern und macht so erfahrbar, wie ein transgenerationales Trauma das eigene Leben bestimmen kann. Auch Joshua Groß’ Roman Flexen in Miami, der vor Kurzem im Verlag Matthes und Seitz Berlin erschien, beschäftigt sich mit Familie, Beziehungen und Kommunikation im Zeitalter der Smartphones.

Corona & Gesellschaft – Suhrkamp espresso #19

Die Corona-Pandemie ist mehr als nur eine gesundheitliche und wirtschaftliche Krise. Sie hat unsere Gesellschaft tief erschüttert und vor ganz neue Fragen gestellt. Warum erfreuen sich in diesen Zeiten Verschwörungstheorien so einer großen Beliebtheit? Und warum treffen die gesellschaftlichen Auswirkungen von Corona besonders die Frauen? In dieser Folge von Suhrkamp espresso geht es um die Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Gesellschaft.

Michael Butters Buch »Nichts ist, wie es scheint« beschäftigt sich mit dem Phänomen der Verschwörungstheorien, die sich in Zeiten von Corona besonders großer Beliebtheit erfreuen – nicht zuletzt dank reichweitenstarker Multiplikatoren wie Attila Hildmann, Xavier Naidoo und Ken Jebsen. Butter erläutert, wie Verschwörungstheorien funktionieren, welche Auswirkungen sie haben können und wo ihre Gefahren liegen. Während manche spekulieren, ob es die Krankheit überhaupt gibt, hat der Autor Paul B. Preciado sie unmittelbar erlebt – er erkrankte Anfang März an Covid-19. Inzwischen ist er wieder gesund und hat zwei Texte über die Erkrankung in sein Buch Ein Apartment auf dem Uranus aufgenommen. Basierend auf Michel Foucaults Überlegungen diskutiert Preciado, was die Wahl der Strategie zur Bekämpfung einer Pandemie über die jeweilige Gesellschaft aussagt. Jenseits dessen sind Preciados Kolumnen eine Chronik der Transformation des eigenen Körpers und der eigenen Identität von Beatriz zu Paul – und zugleich dokumentieren sie die im Wandel begriffenen politischen Verhältnisse in Europa seit 2013. Zu den Problemen, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders deutlich zutage treten, gehört auch die Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft. Kristen R. Ghodsee zeigt in ihrem Buch Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben, wie Frauen von einer gerechteren Gesellschaft profitieren können. Auch das Buch Armee der Schlafwandler des Autorenkollektivs Wu Ming, das 2020 im Assoziation A Verlag erschien, handelt von einer Zeit der Zäsur. Der Roman erzählt das epochale Ereignis der französischen Revolution aus der Perspektive des gemeinen Volkes.

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