Zum Tod von Cees Nooteboom

Cees Nooteboom – Trauermeldung (Nur Foto)
Fast vier Jahrzehnte hat der Suhrkamp Verlag das Werk Cees Nootebooms begleiten dürfen. Wir verlieren unseren Autor und guten Freund, der uns mit seinen Büchern viele glückliche Stunden des Lesens geschenkt hat. Bei seinen Leserinnen und Lesern in Deutschland hat er seine zweite Heimat gefunden. Wir werden ihn sehr vermissen.

Jonathan Landgrebe
Cees Nooteboom ist am 11. Februar 2026 im Alter von 92 Jahren auf Menorca verstorben.

1933 in Den Haag geboren, gilt Nooteboom als einer der bedeutendsten niederländischen Schriftsteller. 1955 erschien sein erster Roman Das Paradies ist nebenan, welcher 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen eine große Leserschaft fand. Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris. Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist und in die deutsche Sprache von Helga van Beuningen übertragen wurde, umfasst Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen. Die elf Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte. Der Quarto-Band Romane und Erzählungen versammelt die gesamte fiktionale Prosa des Autors.

Die Verlage Suhrkamp und Insel trauern um ihren Autor.

»Cees ist für mich jener große Poet geblieben. Aber es ist ... vieles hinzugekommen, vor allem Welthaltigkeit und Ironie.«
Rüdiger Safranski, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Neben der Schönheit seiner Sprache fällt am meisten auf, was man eine helle Melancholie nennen könnte. Wer Nooteboom liest, wird erleuchtet.«
Ulrich Greiner, DIE ZEIT
»Kaum eine Landschaft, die nicht schon der junge Autor uns erschlossen hat in einer eigenen, prosapoetischen Sprache, in schönen, oft verblüffenden, (ein)leuchtenden Bildern.«
Dieter Hildebrandt, DIE ZEIT
»Cees ist für mich jener große Poet geblieben. Aber es ist ... vieles hinzugekommen, vor allem Welthaltigkeit und Ironie.«
Rüdiger Safranski, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Neben der Schönheit seiner Sprache fällt am meisten auf, was man eine helle Melancholie nennen könnte. Wer Nooteboom liest, wird erleuchtet.«
Ulrich Greiner, DIE ZEIT
»Kaum eine Landschaft, die nicht schon der junge Autor uns erschlossen hat in einer eigenen, prosapoetischen Sprache, in schönen, oft verblüffenden, (ein)leuchtenden Bildern.«
Dieter Hildebrandt, DIE ZEIT
»Nooteboom, ein Liebhaber der Übergänge, überraschender Bruchstellen und vieldeutiger Metamorphosen, hat ein Werk geschaffen, in dem sich in einer Vielzahl von Figuren und Konstellationen mehr als ein halbes Jahrhundert spiegelt. Wer die Zeit und die Menschen in dieser Zeit (wieder)erkennen will, wird in den Romanen und Erzählungen und den Gedichten reiche Funde machen.«
Claus-Ulrich Bielefeld, DIE WELT

Die Werke von Cees Nooteboom

Die folgende Geschichte

10,00 €

Venedig. Der Löwe, die Stadt und das Wasser

14,00 €

Rituale

10,00 €

Paradies verloren

8,00 €

Berlin 1989 / 2009

12,00 €

Philip und die anderen

14,00 €

Abschied

22,00 €

Der Umweg nach Santiago

16,00 €

Im Frühling der Tau

16,00 €

533 Tage

11,00 €

Venezianische Vignetten

14,00 €

Nachts kommen die Füchse

7,95 €

Eine Karte so groß wie der Kontinent

17,00 €

Schiffstagebuch

12,00 €

In den Bäumen blühen Steine

24,00 €

Allerseelen

12,00 €

Mönchsauge

24,00 €

»Ich hatte ja tausend Leben«

10,00 €

Mokusei!

9,00 €

Der Laut seines Namens

10,00 €
10,00 €
14,00 €
10,00 €
8,00 €

Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman Philip en de anderen, der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller....

Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman Philip en de anderen, der drei Jahre später...



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