Peter Sloterdijk über große Männer im Zeitalter gewöhnlicher Leute

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Donald Trump hat sich zu seinem 80. Geburtstag eine Käfigkampf-Arena vor das Weiße Haus bauen lassen und sich vor Tausenden Zuschauern MMA-Kämpfe angesehen. Was sagt es über die Macht eines Mannes aus, wenn er sie auf diese Weise inszeniert – als Spektakel, als Kampf, als Fest zu eigenen Ehren? Peter Sloterdijk reagiert auf die Aufnahmen vor dem Weißen Haus und ordnet diese ein.

Über Männer, die bereit sind, um der Macht willen verrückt zu werden

Der Fürst und seine Erben
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Signiertes Exemplar 22,00 €
Alexander habe Achill nachgeahmt und Caesar den Alexander – doch wen haben sich die starken Männer der Gegenwart zum Vorbild genommen? Caligula, Napoleon III., Mao? »Be careful what you wish for«, so ein englisches Sprichwort: Vielleicht hätten die Heutigen vorsichtiger sein sollen, als sie sich in den postpolitischen Jahren Staats- und Regierungschefs mit mehr Charisma wünschten.

»I am the chosen one«, wusste Donald Trump 2019 über sich zu berichten. Seit Wiederamtsantritt lebt er die Madman-Theorie aus, die ein moderner Machiavelli erdacht haben könnte: Wer als unkalkulierbar gilt, macht die besten Deals. Auf der anderen Seite der Erdkugel sammelt der »Überragende Führer« Xi Zar Putin und Narendra Modi um sich, der einem Vorbild die höchste Statue der Welt errichten ließ.

Sloterdijk reaktualisiert die Frage, ob die moderne Welt über die im Königtum gefundene Lösung für die Verkörperung der Macht in Einzelpersonen hinausgekommen sei.

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933 promoviert. Zwischen...

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