Das Recht der Freiheit ist der Versuch, eine andere Theorie der Gerechtigkeit zu schreiben: eine, die nicht auf abstrakte normative Prinzipien fixiert ist, sondern die heute maßgeblichen Kriterien sozialer Gerechtigkeit direkt aus jenen normativen Ansprüchen gewinnt, die sich innerhalb der westlichen, liberaldemokratischen Gesellschaften herausgebildet haben. Zusammen machen sie das aus, was Axel Honneth »demokratische Sittlichkeit« nennt. Im Geiste von Hegels...
Das Recht der Freiheit ist der Versuch, eine andere Theorie der Gerechtigkeit zu schreiben: eine, die nicht auf abstrakte normative Prinzipien fixiert ist, sondern die heute maßgeblichen Kriterien sozialer Gerechtigkeit direkt aus jenen normativen Ansprüchen gewinnt, die sich innerhalb der westlichen, liberaldemokratischen Gesellschaften herausgebildet haben. Zusammen machen sie das aus, was Axel Honneth »demokratische Sittlichkeit« nennt. Im Geiste von Hegels Rechtsphilosophie und unter anerkennungstheoretischen Vorzeichen zeigt er, wie in konkreten gesellschaftlichen Bereichen die Prinzipien individueller Freiheit generiert werden, die die Richtschnur für Gerechtigkeit bilden. Das Ziel des Buches ist ein höchst anspruchsvolles: die Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse neu zu begründen.
Einleitung: Gerechtigkeitstheorie als Gesellschaftsanalyse
A. Historische Vergegenwärtigung:
Das Recht der Freiheit
I. Die negative Freiheit und ihre Vertragskonstruktion
II. Die reflexive Freiheit und ihre Gerechtigkeitskonzeption
III. Die soziale Freiheit und ihre Sittlichkeitslehre
Übergang: Die Idee der demokratischen Sittlichkeit
B. Die Möglichkeit der Freiheit
I. Rechtliche Freiheit
1. Daseinsgrund der rechtlichen Freiheit
2. Grenzen der rechtlichen Freiheit
3. Pathologien der rechtlichen Freiheit
II. Moralische Freiheit
1. Daseinsgrund der moralischen Freiheit
2. Grenzen der moralischen Freiheit
3. Pathologien der moralischen Freiheit
C. Die Wirklichkeit der Freiheit
III. Soziale Freiheit
1. Das »Wir« persönlicher Beziehungen
(a) Freundschaft
(b) Intimbeziehungen
(c) Familien
2. Das »Wir« des marktwirtschaftlichen Handelns
(a) Markt und Moral. Eine notwendige Vorklärung
(b) Konsumsphäre
(c) Arbeitsmarkt
3. Das »Wir« der demokratischen Willensbildung
(a) Demokratische Öffentlichkeit
(b) Demokratischer Rechtsstaat
(c) Politische Kultur – ein Ausblick
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