Das unersättliche Selbst

Phänomenologie des Narzissmus
Das unersättliche Selbst
Phänomenologie des Narzissmus

Narzissmus ist allgegenwärtig – als Modewort, moralischer Vorwurf, Gesellschaftsdiagnose oder klinischer Befund. Doch was verbirgt sich dahinter? Und warum sind narzisstische Menschen nicht zufriedenzustellen – unersättlich? Thomas Arnold und Thomas Fuchs entwerfen in ihrem grundlegenden Buch eine neue, phänomenologisch-existenziale Sicht des Narzissmus. Das narzisstische Selbst- und Weltverhältnis erweist sich hier als Ausdruck einer existenziellen Leere: eines leiblich gespürten...

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Narzissmus ist allgegenwärtig – als Modewort, moralischer Vorwurf, Gesellschaftsdiagnose oder klinischer Befund. Doch was verbirgt sich dahinter? Und warum sind narzisstische Menschen nicht zufriedenzustellen – unersättlich? Thomas Arnold und Thomas Fuchs entwerfen in ihrem grundlegenden Buch eine neue, phänomenologisch-existenziale Sicht des Narzissmus. Das narzisstische Selbst- und Weltverhältnis erweist sich hier als Ausdruck einer existenziellen Leere: eines leiblich gespürten Mangels an Selbstwert, der durch äußere Bestätigung, Attraktivität oder Macht nie dauerhaft gestillt werden kann.

Zugleich ist der Narzissmus ein Spiegel der spätmodernen Seele, und gerade in einer Kultur der Individualisierung – von Social Media bis Therapie, von Echo bis Instagram – gilt es zu verstehen, warum Bestätigung von außen niemals satt macht. Arnold und Fuchs führen philosophische, soziologische, psychologische und psychodynamische Erkenntnisse zusammen, um zu einem tieferen Verständnis für die Strukturen narzisstischer Subjektivität in Individuum und Gesellschaft zu gelangen. Gibt es auch gesunden Narzissmus? Wieso sind echte Begegnungen für Narzissten so schwierig? Und was haben Virtualität, Verschwörungstheorien und extreme Politik mit Narzissmus zu tun? Ein hochaktuelles Buch, das uns den Spiegel vorhält.

Sachbuch-Bestenliste (DLF Kultur/ZDF/DIE ZEIT)
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ZITATE

»Kampf mit der Zeit, rastlose Ungeduld und Getriebenheit sind typische Merkmale des erfolgreichen Menschen in der Spätmoderne.«
»Kampf mit der Zeit, rastlose Ungeduld und Getriebenheit sind typische Merkmale des erfolgreichen Menschen in der Spätmoderne.«

Personen für Das unersättliche Selbst

Thomas Arnold ist Akademischer Rat am Philosophischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Thomas Arnold ist Akademischer Rat am Philosophischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Thomas Fuchs ist Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Für sein Werk wurde er u. a. mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet.

Thomas Fuchs ist Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Ruprecht-Karls-Universität...


STIMMEN

»Die Philosophen Thomas Arnold und Thomas Fuchs zeigen, was sich hinter dem Hunger nach Sichtbarkeit, Bestätigung und Größe verbirgt.«
Deutschlandfunk Kultur
»In ihrer brillanten, hochaktuellen Analyse verweben Arnold und Fuchs Husserls Leibphänomenologie mit soziologischen Ansätzen und Konzepten aus der Psychoanalyse, um Narzissmus als Spiegel der individualisierten Spätmoderne zu zeichnen.«
Helene Röhnsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Selten hat ein Buch es derart vermocht, ernstes Mitgefühl für die Krankheit Narzissmus zu wecken, Empathie für die Empathielosen zu erzeugen wie dieser Essay …, ohne doch das Leid der Opfer zu vernachlässigen.«
Eckart Goebel, Literarische Welt
»Die Philosophen Thomas Arnold und Thomas Fuchs zeigen, was sich hinter dem Hunger nach Sichtbarkeit, Bestätigung und Größe verbirgt.«
Deutschlandfunk Kultur
»In ihrer brillanten, hochaktuellen Analyse verweben Arnold und Fuchs Husserls Leibphänomenologie mit soziologischen Ansätzen und Konzepten aus der Psychoanalyse, um Narzissmus als Spiegel der individualisierten Spätmoderne zu zeichnen.«
Helene Röhnsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Selten hat ein Buch es derart vermocht, ernstes Mitgefühl für die Krankheit Narzissmus zu wecken, Empathie für die Empathielosen zu erzeugen wie dieser Essay …, ohne doch das Leid der Opfer zu vernachlässigen.«
Eckart Goebel, Literarische Welt
»Der Philosoph Thomas Arnold und der Psychiater Thomas Fuchs wollten eine fachübergreifende Zusammenschau des narzisstischen Komplexes geben, in der das Phänomen nicht der Sexualität unterstellt wird, doch seine Ursprünge als durchaus leiblich verstanden werden. Ihr Buch Das unersättliche Selbst wird diesem Anspruch gerecht. ... [Das Buch liest] sich weg wie ein flott geschriebener Krimi: flüssig, nicht feuilletonistisch, anschaulich, nicht oberflächlich, weitläufig, nicht verzettelt, scharfsinnig, nicht verstiegen.«
Felix Bartels, junge Welt
»Eine aufgeklärte Gesellschaft wäre in der Lage, sich von Allmachtsfantasien zu verabschieden und echte Formen der Empathie einzuüben. Ein Schritt dazu wäre, mit diesem Buch die Struktur des Narzissmus zu erkennen. «
Thorsten Jantschek, Philosophie Magazin (3/2026)

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