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Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust
Aktualisierte Neuausgbae
Die Globalisierung wird gegenwärtig für alles Übel oder für alles Gute verantwortlich gemacht. Eine ihrer Schattenseiten ist die weltweite Standardisierung von Lebensformen. Daniel Levy und Natan Sznaider vertreten jedoch die These, in einem besonderen Fall, der Erinnerung an den Holocaust, sei die globale Angleichung von Werten ein Fortschritt: Es bilde sich dadurch ein kosmopolitisches Gedächtnis heraus.
Das Holocaust-Museum in New York, die Befreiung von Auschwitz als gesamteuropäischer...
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Die Globalisierung wird gegenwärtig für alles Übel oder für alles Gute verantwortlich gemacht. Eine ihrer Schattenseiten ist die weltweite Standardisierung von Lebensformen. Daniel Levy und Natan Sznaider vertreten jedoch die These, in einem besonderen Fall, der Erinnerung an den Holocaust, sei die globale Angleichung von Werten ein Fortschritt: Es bilde sich dadurch ein kosmopolitisches Gedächtnis heraus.
Das Holocaust-Museum in New York, die Befreiung von Auschwitz als gesamteuropäischer Gedenktag, das Holocaust-Mahnmal in Berlin: Der »Holocaust« wird zu einem universalen moralischen Schlüsselwort, mit dem internationale politische Zusammenschlüsse, ja – wie im Kosovokrieg mit der Parole »Nie wieder Auschwitz« – militärische Interventionen gerechtfertigt werden. Die Erinnerung an den Holocaust wird also von ihren nationalen Ursachen gelöst und globalisiert. Das vorliegende Buch handelt von der Veränderung kollektiver Erinnerungen im Zeitalter der Globalisierung. Somit sprengt es den Rahmen, in welchem Debatten über den Holocaust und das kollektive Gedächtnis üblicherweise geführt werden. Durch eine vergleichende Analyse der Debatten in den USA, Israel und Deutschland zeigen die Autoren vielmehr die Möglichkeiten und Grenzen kosmopolitischer, vom öffentlichen Gedächtnis an den Holocaust getragener Erinnerungen auf. Und von diesen Möglichkeiten wird die Friedfertigkeit oder Kriegshäufigkeit des 21. Jahrhunderts abhängen.
Bibliografische Angaben
Erscheinungstermin: 02.05.2007
Broschur, 259 Seiten, Sprachen: Deutsch
978-3-518-45870-9
suhrkamp taschenbuch 3870, Generation Global
Erscheinungstermin: 02.05.2007
Broschur, 259 Seiten, Sprachen: Deutsch
978-3-518-45870-9
suhrkamp taschenbuch 3870, Generation Global
Suhrkamp Verlag, 1. Auflage, Aktualisierte Neuausgabe
4,95 € (D), 5,10 € (A), 7,50 Fr. (CH)
ca. 10,8 × 17,7 × 1,6 cm, 166 g
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Suhrkamp Verlag, 1. Auflage, Aktualisierte Neuausgabe
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10119 Berlin
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Personen für Erinnerung im globalen Zeitalter: Der Holocaust
Natan Sznaider
Autor
Natan Sznaider, 1954 in Deutschland als Kind aus Polen stammender staatenloser Überlebender der Shoah geboren, ist ein israelischer Soziologe und profunder Analytiker der europäischen Erinnerungskultur. Er lehrte als Professor für Soziologie in Tel Aviv. Seine Schriften widmen sich den Paradoxien der Moderne und dem Kosmopolitismus. Zuletzt erschienen die Bücher Fluchtpunkte der Erinnerung (2022) und Die jüdische Wunde (2024). Als Publizist seziert er historische Traumata, jüdische Identität und den Zionismus. Ein zentraler Bezugspunkt seiner Arbeit ist die politische Theorie Hannah Arendts. Er lebt in Tel-Aviv.
Natan Sznaider
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Natan Sznaider, 1954 in Deutschland als Kind aus Polen stammender staatenloser Überlebender der Shoah geboren, ist ein israelischer Soziologe und...
© Suhrkamp Verlag
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