Achille Mbembe
Ausgang aus der langen Nacht - Versuch über ein entkolonisiertes Afrika

Aus dem Französischen von Christine Pries
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Erschienen: 10.10.2016
Gebunden, 300 Seiten
ISBN: 978-3-518-58691-4
Auch als eBook erhältlich

SZ/NDR-Bestenliste Sachbuch
 

Inhalt

War die Entkolonialisierung Afrikas nur ein Unfall, ein Kratzen an der Oberfläche, das kurze Aufblitzen einer Zukunft, die zum Scheitern verurteilt war? In seinem mitreißenden Essay zeigt Achille Mbembe, dass jenseits der Krisen und Kriege, die den Kontinent regelmäßig heimsuchen, neue »afropolitane« Gesellschaften entstehen, die sich durch einen anderen Umgang mit Differenzen und mit der Zirkulation von Menschen und Kulturen auszeichnen.

Um diese neuen Gesellschaften zu entschlüsseln, zeichnet Mbembe in souveräner Manier und im Rekurs auf seine eigene Lebensgeschichte die afrikanischen Entwicklungen seit dem Beginn der Entkolonialisierung nach. Aber auch die Veränderungen in den postkolonialen Gesellschaften jenseits des Mittelmeers, in Europa, werden in den Blick genommen, denn womöglich haben diese zwar Afrika entkolonialisiert, jedoch nicht sich selbst. Eine solche »Autoentkolonialisierung« ist aber notwendige Voraussetzung, um den Rassismus, die Gewalt und die Ausgrenzung des Anderen zu überwinden. Geschrieben in einer teils kalt-nüchternen, teils glühend-poetischen Sprache, zählt dieses Buch bereits zu den großen Werken des postkolonialen Denkens.

Im Original erschienen unter dem Titel Sortir de la grande nuit. Essai sur l'afrique décolonisée (Editions La Découverte).

Pressestimmen

»Mbembe betätigt sich erneut als scharfer Analytiker kolonialer Macht und Kritiker des neoliberalen Kapitalismus.

Hans-Georg Schleicher, neues deutschland

»Die Vorzüge von Ausgang aus der langen Nacht liegen darin, dass Mbembe die afrikanische Problematik sowohl mit historischer Tiefenschärfe als auch überzeugenden Perspektiven für die Zukunft entwickelt.«

Burkhard Luber, DAS MILIEU

»Der beste Autor, hier einen Weg zu weisen, ist Achille Mbembe …«

ws, Augsburger Allgemeine

»Mbembes Werk markiert eine bedeutende Etappe in der Debatte um die Nachwirkungen des Kolonialismus.«

Giacomo Maihofer, Der Tagesspiegel

»Mit Mbembes Essay liegt ein Höhepunkt der postkolonialen Philosophie vor – einer Philosophie, die weitaus mehr ist als nur eine Philosophie der Entkolonialisierung. Wenn Hegel recht hat und ›Philosophie ihre Zeit in Gedanken gefasst‹ ist, dann ist Mbembes Essay die Philosophie des Zeitalters der Globalisierung.«

Micha Brumlik, taz. die tageszeitung

»Ein wichtiges Buch.«

Elisabeth Kiderlen, Börsenblatt 49/2016

Audiobeiträge

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Kommentare

»Ein Buch, das Einsichten und Wahrheiten vermittelt, wenn man sich darauf einlassen will, und das die Frage zurücklässt, ob man am Ende in einer Festung Europa leben will.«
Reiner Girstl, 20.03.2017

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