Clemens J. Setz
Bot - Gespräch ohne Autor

Leseprobe » Bestellen »


D: 20,00 €
A: 20,60 €
CH: 28,90 sFr

NEU
Erschienen: 12.02.2018
Gebunden, 166 Seiten
ISBN: 978-3-518-42786-6
Auch als eBook erhältlich

ORF-Bestenliste
 

Inhalt

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein bekannter Schriftsteller und werden um ein ausführliches Interview gebeten. Sie sollen Auskunft geben über Ihre Interessen und intellektuellen Vorlieben, über die Voraussetzungen und Hintergründe, über Motive und Themen Ihres umfangreichen Werks. Stellen Sie sich vor, Ihnen fällt nichts ein, gar nichts, sosehr Sie sich auch bemühen. Dann muss eben jemand anderer über Sie erzählen. Aber wer sollte das sein? Wer weiß gut genug über Sie und Ihre Bücher Bescheid? Im Fall des Schriftstellers Clemens J. Setz fand sich eine Alternative. Aber keine natürliche Person steht hier Rede und Antwort, sondern eine Art künstliche Intelligenz, sein Millionen von Zeichen umfassendes elektronisches Tagebuch – die ausgelagerte Seele des Autors, mit anderen Worten: ein Clemens-Setz-Bot. Und was der Befragte selbst im mündlichen Gespräch nicht zu verbalisieren vermochte, gibt das Werk allein, völlig losgelöst von seinem Autor, in verblüffender Offenheit preis.

Aus dem Buch

»Ich bin ein Synästhet, der selbst Demütigungen in verschiedenen Farben erlebt.«

Pressestimmen

»In Bot hat Setz ein Modell von sich gebaut, das ihm womöglich gerade deshalb so nahe kommt, weil es so bruchstückhaft und unkonzentriert ist. Zu gerne wüsste man, welche Schätze sich noch im Datenschatz seines Journals verbergen ... «

Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

» ... Ähnlich beim Ideengewimmel von Setz, aus dessen Hirn es auf ähnliche Weise zu sprudeln scheint wie aus dem von Jean-Paul.«

Ekkehard Knörer, taz. die tageszeitung

»In ihrer Gesamtheit fügen sich die Fragmente tatsächlich zu einem Psychogramm. Und was sich dabei in zittrigen Konturen abzeichnet, das ist nicht allein das literarische Wunderkind Setz (das auch) oder der nahe am Wahnsinn gebaute Dionysiker (die Marke Setz), sondern ein tief romantischer Geist ... «

Oliver Jungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»So sehr zutrifft, dass nicht immer Setz drin ist, wo Setz draufsteht, so sehr trifft umgekehrt zu, dass er umso entschiedener ›da‹ ist, je mehr er fehlt.«

Gerhard Melzer, Neue Zürcher Zeitung

»Jeder Nachlass zu Lebzeiten ist ein Selbstporträt des Autors. Dieses ist ein Doppelbildnis. Im Vordergrund steht der nervöse Nerd, der Computerspieler und Internetnomade. Hinter ihm zeichnet sich sein Zwilling ab, ein Autor, dessen Sprachgefühl, Fantasie und Sprachreichtum aus seiner innigen Verbindung mit dem Elementaren, der physischen Existenz, dem Kreatürlichen erwächst.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Wann haben wir es mit Menschen, wann mit Maschinen zu tun? Das ist die große Frage unzähliger Science-Fiction-Fantasien. Sie ist expliziter Ausgangspunkt des neuen Buchs von Clemens J. Setz. … Es ist oft bizarr, … überraschend ist es immer, oft anrührend. … da können einem beim Lesen sogar die Tränen kommen.«

Hubert Winkels, DIE ZEIT

»Was für ein phänomenal irres Buch.«

Wolfgang Schütz, Augsburger Allgemeine

»Wie so oft stellt Setz aber vor allem eine Bereicherung der deutschsprachigen Literaturlandschaft dar.«

Mario Osterland, Fixpoetry

»Bot ist insbesondere ein Buch für literarische Flaneure, für das ziellose Herumschweifen und beiläufige Aufsammeln. Belohnt wird der Leser durch exquisite Fundstücke, verblüffende Ein- und Aussichten und hochpoetische Miniaturen.«

Karsten Herrmann, Neue Osnabrücker Zeitung

»Bot – ist eine gemischte Antwortsammlung aus origineller Intelligenz und Zukunftsvisionen. Ein unheimliches Vergnügen.«

Verena Auffermann, Deutschlandfunk Kultur

»Bot – das ist eine ziemlich bizarre, manchmal rätselhafte, auf jeden Fall aber eine faszinierende Reise durch die Welt des Clemens Setz, und einmal mehr weiß er mit der poetischen Kraft seiner schrägen Bilder, einer tieftraurigen, und zugleich gewitzten Prosa zu überzeugen.«

Kristina Pfoser, ORF

»Guter Stoff. Viele absurd gute Stoffe, man darf immer nur ein bisschen kosten.«

Peter Pisa, Kurier

Veranstaltungen

Kommentieren