Michel Foucault
Vorlesungen am Collège de France 1970-1984

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Die Strafgesellschaft - Vorlesungen am Collège de France 1972–1973

Aus dem Französischen von Andrea Hemminger
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D: 44,00 €
A: 45,30 €
CH: 58,90 sFr

Erschienen: 08.06.2015
Gebunden, 444 Seiten
ISBN: 978-3-518-58621-1

Inhalt

Michel Foucaults in den Jahren 1972 und 1973 gehaltene große Vorlesungen Die Strafgesellschaft untersuchen die Beziehungen zwischen Recht und Wahrheit und wie beide sich verbunden haben, um zur Entstehung eines neuen Strafregimes beizutragen, das unsere Gesellschaften bis heute bestimmt. Sie sollten der Vorbereitung von Foucaults wirkmächtigem Buch Überwachen und Strafen dienen, entfalten aber eine ganz eigene Dynamik, die über eine Genealogie des Gefängnissystems hinausgeht und die gesamte kapitalistische Gesellschaft in den Blick nimmt als eine spezifische Organisation vielfältiger Regelverstöße.

Foucault arbeitet sich durch ein zuvor für die klassische politische Ökonomie unerschlossenes historisches Material: den Diskurs der englischen Quäker und Dissenter, ihre Philanthropie und ihre Moralisierung der Arbeitszeit, die den modernen Strafvollzug hervorbringen. Im Zuge einer Kritik an Hobbes liefert Foucault vor diesem Hintergrund eine Analyse des Bürgerkriegs, den er nicht als einen Krieg aller gegen alle begreift, sondern als eine allgemeine Matrix der Funktionsweise von Strategien der Strafe, deren Ziel weniger der Kriminelle als der innere Feind ist. Die Strafgesellschaft kann als bahnbrechende Analyse der Entstehung der modernen Gesellschaft zweifellos zu den großen Werken über die Geschichte des Kapitalismus gerechnet werden.

Im Original erschienen unter dem Titel La société punitive. Cours au Collège de France 1972–1973 (Seuil).

Pressestimmen

»Foucaults Buch gehört zweifellos zu den großen Werken über die Geschichte des Kapitalismus.«

AM, culturmag.de

»Die Vorlesungen sind spannend und nur zu empfehlen, vor allem für diejenigen, die bereits mit Michel Foucaults Schriften vertraut sind und die die permanenten Umgestaltungen und Modifikationen seiner Machtkonzeption nachvollziehen wollen.«

Jan-Paul Klünder, literaturkritik.de Februar 2016

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