Michel Foucault für alle Lebenslagen: 10 Zitate
Michel Foucault zählt zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Der französische Philosoph und Historiker analysierte, wie Wissen, Macht und Sprache gesellschaftliche Wirklichkeit konstruiert– und erschütterte damit das westliche Selbstverständnis von Vernunft, Freiheit und Subjekt. Mit Werken wie Die Ordnung der Dinge, Überwachen und Strafen und Sexualität und Wahrheit legte er Grundlagen für Diskurstheorie, Biopolitik und Machtanalyse, die bis heute nachwirken. Wir haben zehn Zitate aus seinem Werk zusammengestellt – von der Archäologie des Wissens bis zur Frage, was Macht eigentlich ist und wer sie ausübt.
»Die Macht ist nicht etwas, was man erwirbt, wegnimmt, teilt, was man bewahrt oder verliert; die Macht ist etwas, was sich von unzähligen Punkten aus und im Spiel ungleicher und beweglicher Beziehungen vollzieht.«
Aus Sexualität und Wahrheit. Erster Band: Der Wille zum Wissen
»Der Marxismus ruht im Denken des neunzehnten Jahrhunderts wie ein Fisch im Wasser. Das heißt: überall sonst hört er auf zu atmen.«
Aus Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften
»Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.«
Aus In Verteidigung der Gesellschaft
»Man frage mich nicht, wer ich bin, und man sage mir nicht, ich solle der gleiche bleiben: Das ist eine Moral des Personenstandes; sie beherrscht unsere Papiere. Sie soll uns frei lassen, wenn es sich darum handelt, zu schreiben.«
Aus Archäologie des Wissens
»[Die Macht ist] keine Sache, die man innehat, kein Eigentum, das man überträgt; sondern eine Maschinerie, die funktioniert.«
Aus Überwachen und Strafen
»Der Diskurs ist nicht das Leben: seine Zeit ist nicht die Eure; in ihm versöhnt Ihr Euch nicht mit dem Tode; es kann durchaus sein, daß Ihr Gott unter dem Gewicht all dessen, was Ihr gesagt habt, getötet habt. Denkt aber nicht, daß Ihr aus all dem, was Ihr sagt, einen Menschen macht, der länger lebt als er.«
Aus Archäologie des Wissens
»Der Mensch ist eine Erfindung, deren junges Datum die Archäologie unseres Denkens ganz offen zeigt. Und vielleicht auch das baldige Ende.«
Aus Die Ordnung der Dinge
»Die ›Aufklärung‹, welche die Freiheiten entdeckt hat, hat auch die Disziplinen erfunden.«
Aus Überwachen und Strafen
»Die Entdeckung der Bevölkerung ist zugleich die Entdeckung des Einzelnen und des dressierbaren Körpers, die zweite große Kerntechnologie, um die herum sich die politischen Praktiken des Westens veränderten.«
Aus Die Maschen der Macht
»Die Sexualität ist etwas, das wir selbst erschaffen – sie ist unsere eigene Schöpfung, weit mehr als die Entdeckung eines verborgenen Aspekts unseres Begehrens. Wir müssen verstehen, dass sich mit unseren Begierden und durch sie neue Formen von Beziehungen, neue Formen von Liebe und neue Formen von Schöpfung herstellen lassen. Der Sex ist nichts Schicksalhaftes; er ist eine Möglichkeit, Zugang zu einem schöpferischen Leben zu erhalten.«
Aus Sex, Macht und die Politik der Identität
Michel Foucault im Suhrkamp Verlag
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