Rossana Rossanda
Die Tochter des 20. Jahrhunderts

Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Maja Pflug
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D: 26,80 € *
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CH: 36,90 sFr

Erschienen: 01.10.2007
Gebunden, 475 Seiten
ISBN: 978-3-518-41936-6

Inhalt

»Dies ist kein Geschichtsbuch. Es ist das, was in meinem Gedächtnis auftaucht, wenn ich den zweifelnden Blick der Menschen um mich herum auffange: Warum bist du Kommunistin gewesen? Warum sagst du, du bist es noch? Was meinst du damit? Ohne eine Partei, ohne Ämter, an der Seite einer Zeitung, die dir nicht mehr gehört? Ist es eine Illusion, an die du dich klammerst, aus Sturheit, aus Altersstarrsinn? Ab und zu hält mich jemand freundlich an: >Sie waren ein Mythos!< Doch wer will schon ein Mythos sein? … Die Sache des Kommunismus und der Kommunisten im 20. Jahrhundert hat so kläglich geendet, daß man sich unbedingt damit auseinandersetzen muß. Was bedeutete es, in Italien ab 1943 Kommunist zu sein? Als Parteimitglied, nicht nur aus innerer Überzeugung, bei der man sich immer herausreden kann: >Mit diesem oder jenem habe ich nichts zu tun.< Ich beginne, indem ich mich selbst befrage. Ohne Bücher oder Dokumente zu konsultieren, aber nicht ohne manchen Zweifel.«

Rossana Rossanda ist ein Mythos. Denn welche Frau außer ihr gäbe es, die – lange nach Rosa Luxemburg – als Kommunistin und Intellektuelle, kulturell ebenso engagiert wie politisch, analytisch und kämpferisch innerhalb der Partei und draußen derart glaubwürdig und überzeugend gewirkt hätte? Dies sind ihre Erinnerungen: ein Rechenschafts- und Selbstprüfungsbericht. Die Memoiren einer Frau, die Geschichte machte. 

 
Im Original erschienen unter dem Titel La ragazza del secolo scorso, 2005 (Guilio Einaudi, Turin).

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