Samuel Beckett
Echos Knochen

Herausgegeben von Mark Nixon. Übersetzung aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Chris Hirte
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Erschienen: 14.12.2019
Gebunden, 123 Seiten
ISBN: 978-3-518-42878-8

Inhalt

Bissig, ätzend und mit blasphemischem Witz – in Echos Knochen treibt der junge Beckett sein anspielungsreiches, selbstreflexiv ironisches Erzählen auf die Spitze.

Als Samuel Beckett 1933 den Erzählzyklus More Pricks than Kicks (Mehr Prügel als Flügel) einreichte, fand der Lektor das Manuskript etwas schmal, er bat um einen weiteren Beitrag, und Beckett schrieb Echo’s Bones. Dafür holte er Belacqua, den Helden der bisherigen  Geschichten, der bei einer Operation gestorben war, zurück. Der Lektor las den Text, er war ihm zu wild, und Beckett »vergrub« ihn. Erst 2014 ist die Erzählung publiziert worden: Beckett versetzte Belacqua in eine Unterwelt der Mythen und Gespenster und konfrontierte ihn mit den Ausgeburten seiner maßlosen Belesenheit. Es war sein letzter und radikalster Versuch, die explodierende innere Welt zu bändigen, bevor er sich in eine Psychoanalyse begab und die Wende hin zur französischen Sprache und zu Strenge und Kargheit vollzog.

»Belacqua ist ein Mensch, der, gestorben und begraben, wiederhergestellt für den Dschungel, ja wirklich für den Dschungel, restlos erschöpft und im Vollgefühl seiner Schwächen tagein, tagaus von Herzrasen geplagt, zigarrerauchend und nasebohrend und ganz schrecklich unter seinem Ausgesetztsein leidend auf dem Zaun hockt …«

Pressestimmen

»Ein Juwel aus dem Nachlass des großen Samuel Beckett ... Der spätere Literatur-Nobelpreisträger findet in diesem frühen Geniestreich zu seinem einzigartigen Erzählstil – und beeindruckt mit seinem grimmigen Humor.«

stern

»Mit Echos Knochen erscheint eine frühe Erzählung von Samuel Beckett, die ihrer Zeit zu weit voraus war. ... So ist diese Beckett-Publikation kein Lückenfüller, sondern ein Eckstein der ästhetischen Entwicklung des späteren Literaturnobelpreisträgers.«

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»... [Echos Knochen bietet] den kuriosen, exaltierten Einblick in den Kopf eines werdenden Genies. Was hier noch manierierter Surrealismus ist, wird 15 Jahre später mit Warten auf Godot zum minimalistischen Transrealismus.«

Peter von Becker, Der Tagesspiegel

»Es ist, als würde Beckett durch all seine verschlüsselten Zeichen selbst zu uns sprechen und flüstern: Wild denken! Wild schreiben!«

Lisa Kreißler, NDR Kultur

»Es ist das Manifest eines Punks (der Autor war 27, als er es schrieb), das uns erklärt, warum Beckett so unverändert wichtig ist … Mit Echos Knochen kehrt Beckett der Unruhestifter zurück.«

The New York Times
»Eine ganz wunderbare, den Kopf verdrehende Kuriosität.«
The Guardian

»... ein Muss mindestens für jeden Beckett-Fan.«

Sabine Dultz, Münchner Merkur

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