Jürgen Habermas
Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus

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Erschienen: 21.05.1973
edition suhrkamp 623, Taschenbuch, 208 Seiten
ISBN: 978-3-518-10623-5

Inhalt

Die Arbeit von Jürgen Habermas versteht sich als Beitrag zur Diskussion über den Spätkapitalismus. Ihre Ausgangspunkte sind die Marxsche Krisentheorie und die in ihrem Gefolge entstandenen sozialwissenschaftlichen Theoreme. Ihre erklärte Absicht ist die Rekonstruktion des Begriffs der Systemkrise. - Der Band enthält eine Argumentationsskizze, die verschiedene Interpretationen der ökonomischen Krise, der Rationalitätskrise, der Legitimationskrise und der Motivationskrise darstellt und kritisch abwägt.

Kommentare

»Die Grundlinien von Habermas, Rationalität, Aufklärung und Wissenschaftlichkeit werden deutlich, die Systemtheorie und Kypernetik wird adaptiert und der eigene Standpunkt zu Luhmann abgegrenzt. Auf Krisenbegriffe von Marx wird zurückgegriffen, um den Krisencharakter des Kapitalismus zu erklären und die Bewusstseinslage der Klassen und des einzelnen zu erklären.

Die Gründe für die Staatsverschuldung und die niedrigen aber notwendigen Inflationsraten werden gut erläutert, genauso wie an die Stelle der großen Krise, immer die kleinen oder permanente Krise getreten sind.

Einzig die Repliken die sich auf die wirtschaftliche Globalsteuerung im sinne des Keynsianismus beziehen und die Punkte die zu sehr auf BIG Goverment oder Sozial Ingenieuring abstellen scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Ansonsten wird die rolle des Staates in der Modernen Gesellschaft relativ passend beschrieben.

Ein Buch das viel treffender hilft, die Krise von 2008 und die Handlungsfolgen zu verstehen, als vieles was heute geschrieben wurde. Auch die Hartz – Gesetze werden hiermit erklärbar, der eingeschränkte staatliche Verteilungsspielraum zwingt zum Sparen.«
Reiner Girstl, 09.05.2014

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