Rosmarie Waldrop
Pippins Tochters Taschentuch - Roman

Aus dem Englischen von Ann Cotten Mit einem Nachwort von Ben Lerner
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D: 24,00 €
A: 24,70 €
CH: 34,50 sFr

Gepl. Erscheinen: 19.04.2021
Bibliothek Suhrkamp 1518, Gebunden, 275 Seiten
ISBN: 978-3-518-22518-9

Inhalt

Hätten Josef und Frederika Seifert mal besser nicht geheiratet!? Der Ort ist Kitzingen am Main, es sind die späten Zwanziger. Josef ist Kriegsveteran und Lehrer, sehr ins Metaphysische entrückt, Frederika rasend frustrierte Sängerin, rasend frustrierte femme fatale, die, unfähig zu den spirituellen Sublimationen ihres Mannes, bereits wenige Wochen nach der Trauung eine Affäre mit seinem besten Freund beginnt. Ist dieser Seitensprung an allem schuld, was folgen wird?

Das fragt – ein halbes Jahrhundert später – Lucy, die jüngste Tochter, in Briefen an ihre Schwester (oder ist es ihre Halbschwester?). Hätte ihre Mutter nur ein Machtwort sprechen müssen, was die Musik Richard Wagners angeht, damit sich alles ganz anders entwickelt? Und hat der Umstand, dass Frederikas Liebhaber Jude war, Josefs Faszination für den Nationalsozialismus weiter entfacht?

Rosmarie Waldrop hat einen agilen, feinsinnigen und derben Roman geschrieben. Über eine marode Familie im anschwellenden Nationalsozialismus. Über Sehnsüchte, Enttäuschungen und Verrat. Über kleine Ursachen und große Wirkungen. Und über die beharrliche Ambivalenz einer nicht wirklich zu bewältigenden Vergangenheit.

Im Original erschienen unter dem Titel The Hanky of Pippin's daughter (Dorothy, A Publishing Project).

Pressestimmen

»Dieser Roman ist ein poetisches Gebilde, aus dem sich ein ganzer Diskurs über die – mythischen, historischen, psychologischen – Ursprünge des Nationalsozialismus entfaltet … In dieser wagemutigen, bisweilen brillanten Prosa liest man die leidenschaftliche Artikulation einer schmerzhaften, von Schuldgefühlen versehrten Erinnerung. «
The New York Times
»Und Rosmarie Waldrop ist nicht zuletzt sehr, sehr komisch. Sie wetzt ihren schwarzen Humor zu einer messerscharfen Klinge, sodass die Pointen wehtun. «
The Village Voice

Kommentare

Eine eindringliche Abrechnung. Und ein Lied für die Toten,
das lange nachhallt.
Angela Carter

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