Wie schreibe ich einen Roman? 7 Schreibtipps von Isabel Allende
Tipp 1: Fang mit dem an, was Du kennst
»Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, dann schreib über das, was du kennst: deine Familie, das eigene Leben, deinen Wohnort. Beginne auf vertrautem Terrain.«
Tipp 2: Warte nicht, bis Du bereit bist
»Mit dem Schreiben anzufangen, ist ein großer Schritt. Warte nicht, bis du bereit dazu bist, sonst zögerst du ihn womöglich ewig hinaus. Trau dich.«
Perfekte Vorbereitung ist oft nur eine andere Form von Aufschub. Allende rät, das Gesamtprojekt aus dem Blick zu nehmen und sich auf das Nächstliegende zu konzentrieren: die nächste Seite.Tipp 3: Hör zu. Beobachte. Notiere.
»Der Schriftsteller ist jemand, der hinhört. Mache dir Notizen. Sammle Zeitungsartikel. Zeichne Gespräche auf.«
Tipp 4: Schreibe regelmäßig. Verteidige Deine Zeit.
»Bringe Regelmäßigkeit in dein Schreiben und behalte sie bei, auch wenn du tagsüber berufstätig bist. Wenn du dein Schreiben nicht wichtig nimmst, wird niemand es tun.«
Talent allein reicht nicht. Allende betont, dass das Schreiben Priorität braucht – nicht irgendwann, sondern im Alltag, als fester Bestandteil des Lebens. Nur wer sich selbst ernst nimmt als Schreibende:r, wird es auch werden.Tipp 5: Entscheide, wer erzählt.
»Die erste wichtige Entscheidung, die ich zu treffen habe, wenn ich ein Buch beginne, ist die, wer die Geschichte erzählt.«
Die Wahl der Erzählperspektive bestimmt alles: Ton, Nähe, Glaubwürdigkeit. Bevor man in die Handlung eintaucht, lohnt es sich, diese Grundfrage gründlich zu durchdenken – sie ist das Fundament des gesamten Romans.Tipp 6: Erzähle jemandem die Geschichte.
»Oft stelle ich mir beim Schreiben vor, dass ich mit einer guten Freundin in der Küche sitze, wir Tee trinken und ich ihr die Geschichte erzähle.«
Schreiben muss sich nicht wie eine Prüfung anfühlen. Wer sich eine konkrete Person als imaginäres Gegenüber vorstellt, findet leichter den richtigen Ton: persönlich, direkt, lebendig.Tipp 7: Kenne Deine Figuren, bevor sie auftreten.
»Oft beginne ich einen Roman damit, dass ich über die Vorfahren meiner Hauptfiguren schreibe (…), selbst wenn am Ende nichts davon im Buch stehen wird.«
Was die Leser:innen nie lesen, prägt dennoch, wie Figuren wirken. Allende schreibt Hintergründe, die im fertigen Buch unsichtbar bleiben – aber die Figuren glaubwürdig und dreidimensional machen.Mehr Schreibtipps und Tricks von der Bestsellerautorin

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Isabel Allende nimmt uns mit auf eine Abenteuerreise, dorthin, wo ihre Geschichten und Romane entstehen. Was ist überhaupt erzählenswert? Wie entwirft man eine Handlung? Was ist Inspiration und woran erkennt man sie? Ist Neugierde etwas Gutes oder gar nicht? Gibt es ernsthaft Helden?
Unsere Geschichten handelt von der Alchemie des Erzählens, der Magie der Kreativität und der Suche nach dem richtigen Leben. Es ist Isabel Allendes persönlichstes Buch seit langem, charmant, unterhaltsam und sehr witzig, ein wunderbares Geschenk an ihre Leser:innen.






