Fritz Breithaupt, was verstehen wir unter Empathie? | Empathie kurz erklärt
Was verstehen wir unter Empathie, und gibt es auch eine »falsche« bzw. »gefilterte« Empathie? Fritz Breithaupt, Professor für Kognitionswissenschaften und Literaturwissenschaften an der University of Pennsylvania, leitet das in seiner Form einzigartige Experimental Humanities Lab. Dort werden narrative Ereignisse, Empathie, moralisches Denken, Emotionen, Parteilichkeit, Ausreden, Gewalt und Überraschung erforscht. In seinen Büchern und in diesem Video beantwortet er die wichtigsten Fragen zu diesem Thema und erläutert, wie ein praktischer Umgang mit Empathie in der Gesellschaft aussehen kann.
Bücher zum Thema
Fritz Breithaupt im Interview
Was verstehen Sie unter Empathie?
Empathie ist ein weites Spektrum an Fähigkeiten, die wir haben, und ich möchte erst einmal betonen, dass es eine Fähigkeit ist. Wir können uns auf vielen Ebenen auf unsere Mitmenschen einlassen, werden von ihnen bewegt und setzen uns mit ihnen auseinander. Das ist ganz großartig. Empathie ist letztendlich die Grundfähigkeit, dass wir unsere Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse teilen können und sie nicht in uns eingeschlossen sind. Wenn einem Freund oder einer Freundin etwas Wichtiges passiert, dann ist das auch in meinem Kopf. Ich weiß nicht nur, was ihnen passiert ist, sondern ich erlebe es mit; ich fühle ihre Emotionen zumindest bis zu einem bestimmten Maße mit. Das ist für mich die evolutionäre Wurzel von Empathie: Wir sind nicht allein, wir sind nicht eingesperrt. All das, was damit zusammenhängt, würde ich Empathie nennen.
Empathie ist ein weites Spektrum an Fähigkeiten, die wir haben, und ich möchte erst einmal betonen, dass es eine Fähigkeit ist. Wir können uns auf vielen Ebenen auf unsere Mitmenschen einlassen, werden von ihnen bewegt und setzen uns mit ihnen auseinander. Das ist ganz großartig. Empathie ist letztendlich die Grundfähigkeit, dass wir unsere Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse teilen können und sie nicht in uns eingeschlossen sind. Wenn einem Freund oder einer Freundin etwas Wichtiges passiert, dann ist das auch in meinem Kopf. Ich weiß nicht nur, was ihnen passiert ist, sondern ich erlebe es mit; ich fühle ihre Emotionen zumindest bis zu einem bestimmten Maße mit. Das ist für mich die evolutionäre Wurzel von Empathie: Wir sind nicht allein, wir sind nicht eingesperrt. All das, was damit zusammenhängt, würde ich Empathie nennen.
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