Heike Geißler auf der Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2026
Nachricht31.08.2026
Heike Geißler steht mit ihrem Roman Michaela Kohlhaas auf der Shortlist für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2026. Der Roman ist einer von insgesamt sechs nominierten Titeln.
Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis gehört mit einem Preisgeld von 30.000 Euro zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis wird jährlich von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird jedes Jahr ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Das alleinige Vorschlagsrecht obliegt der Jury.
Die Preisverleihung findet am Samstag, den 7. November 2026, in Braunschweig statt.
Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis gehört mit einem Preisgeld von 30.000 Euro zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preis wird jährlich von den Kooperationspartnern Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig vergeben. Mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird jedes Jahr ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Das alleinige Vorschlagsrecht obliegt der Jury.
Die Preisverleihung findet am Samstag, den 7. November 2026, in Braunschweig statt.
Der nominierte Roman
»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder.« So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem Unrecht blutige Vergeltung übt. Sein Rachefeldzug ist noch zweihundert Jahre später Vorbild und Handlungsanweisung für Michaela Kohlhaas, eine stellvertretende Friedhofsverwalterin. Befeuert von erfahrener Willkür und Ohnmacht, wird sie zur Aufsässigen. Doch wo Michael Kohlhaas mordet und brandschatzt, agiert sie vorrangig mit Worten: mit Zuspitzung, Übertreibung, Sabotage und Show. Einer vermeintlichen Hexe gleich, zieht sie fluchend und Verwünschungen aussprechend durchs Land. Und muss feststellen: Es ist von Nachteil, eine Frau zu sein. Es ist von Nachteil, sich zu wehren. Doch selbst wenn alle Welt sie für wahnsinnig erklärt – sie geht »mit wehenden Fahnen« ihrem Ende entgegen, auf ein gutes Ende hoffend, und doch ahnend: Ein solches Ende wird es vielleicht nicht geben.
Heike Geißlers Michaela Kohlhaas ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne. Und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt.
Heike Geißlers Michaela Kohlhaas ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne. Und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt.
Leserstimme verfassen
»Das
ist nicht nur als Gegenfolie zu Kleists
Novelle, sondern als Gegenwartsdiagnose hochinteressant und lesenswer.«
Jakob Hayner, WELT AM SONNTAG
»... Heike Geißler schreibt die rasanteste, lebendigste Widerstandsprosa der deutschen Gegenwartsliteratur.«
Steffen Martus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»›Michaela Kohlhaas‹ ist großes Theater. Eine Revolution in Gedanken, der die Sprache auf sanften Füßen folgt. Man muss diesen Roman lesen, nicht nur weil er eine aberwitzige Geschichte hat, sondern weil seine Sätze der Hauptfigur überaus zart auf den Leib gestickt sind.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»Geißlers eigene Wortgewandtheit, ihr Sinn für starke Bilder, ihre klare Sicht auf unlösbares Übel tun sich damit zusammen zu einem Stück großer Literatur.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
»Geißlers Sprache lebt in ihrer Direktheit von Wortwitz sowie dialektischer Spannung ... [Ein] großartiger Roman ...«
Nina Mueller, wochentaz
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Nachricht
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