3 Fragen an Fritz Breithaupt zu seinem Buch Einmal, zweimal, keinmal
Anhand seines Buchs Einmal, zweimal, keinmal beleuchtet Fritz Breithaupt, Professor für Kognitions- und Literaturwissenschaft an der University of Pennsylvania, wie Erfahrungen unser Denken prägen und welche politische Dimension sie haben. In diesem Video beantwortet der Autor drei Fragen zu seinem neuen Buch.
Ein ganz neuer Blick auf den Menschen als »Erfahrungswesen«
Das erste Mal öffnet Türen – oder schließt sie. In der Wiederholung können wir vergleichen, genießen, beurteilen, revidieren. Wir entwickeln Standards. Das erlaubt uns, auszusortieren. Wiederholungsfixierung, sei es im eigenen Leben oder in der Politik, kann allerdings auch zur Vermeidung des Neuen führen. Imaginierte Erfahrungen schließlich sind die geheimen Leitsterne unserer Navigation. Denn auch das ungelebte Leben pocht auf seine Geltung. Breithaupt stützt sich auf reiche Befunde der Psychologie und Philosophie, verarbeitet neue wissenschaftliche Erkenntnisse seines eigenen Labors und durchleuchtet die Archive auf der Suche nach Aufzeichnungen sexueller und ästhetischer Natur. An unseren vielschichtigen Erlebnisweisen zeigt sich, was uns von intelligenten Maschinen unterscheidet: Wir Menschen sind Erfahrungswesen.
Fritz Breithaupt im Suhrkamp Verlag
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