Josef Winkler

Josef Winkler
© Jerry Bauer

Josef Winkler wurde am 3. März 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten geboren. 2008 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.

Preise

Österreichischer Buchpreis 2018 (Shortlist) 2018

05.09.2018

Josef Winkler steht mit seinem Buch Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2018. Mit der Verleihung des Preises soll die Eigenständigkeit der österreichischen Literatur betont, ihre Qualität gewürdigt und die Aufmerksamkeit des gesamten deutschsprachigen Raums gewonnen werden. Die Entscheidung liegt bei einer unabhängigen Fachjury, der Preis ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert.

In der Jurybegründung heißt es: »Es ist nicht der erste Dorfroman, den Josef Winkler dem verzweifelten Andenken seines Vaters und seiner Kärntner Heimat gewidmet hat. Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe ist aber genau der Roman, der bisher gefehlt hat und ins zuvor immer nur vermutete Herz der Finsternis vorstößt – nämlich an den realen historischen Ort gelangt, der als Quelle des autoritären Verhängnisses gesehen werden kann. In dem Dorf Kamering liegt tatsächlich, von dem Vater verschwiegen, ein Massenmörder der SS begraben. Was als dichterischer Einfall eine verschmockte Allegorie wäre, ist als reales Faktum ein Schock, der alles für möglich Gehaltene überbietet und Winklers ohnehin enorme literarische Energie aufs Neue entfesselt. Die Sätze, die sich in kreisenden, bohrenden, in schauerliche Tiefe grabenden Bewegungen entfalten, gehören zum Wuchtigsten, was deutsche Prosa heute überhaupt bieten kann.«

Georg-Büchner-Preis 2008

01.07.2008

Die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung, der Georg-Büchner-Preis, geht 2008 an Josef Winkler. In der Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt es: »Josef Winkler hat auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist. Was Winkler seit seinem ersten Roman Menschenkind (1979) in einer barock-expressiven Sprache immer neu anklagt, bildet zugleich das produktive Element einer Hassliebe, in der Blasphemie und Frömmigkeit, Todessehnsucht und Todesangst sich zu einem bewegenden Abgesang auf eine untergehende Welt vereinen.« Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.

Großer Österreichischer Staatspreis 2007

01.07.2008

Josef Winkler  wird mit dem Großen Österreichischen Staatspreis 2007 ausgezeichnet. Es handelt sich bei diesem von der österreichischen Republik vergebenen und mit 30.000 Euro dotierten Preis um die höchste Auszeichnung, die jährlich für ein künstlerisches Lebenswerk in den Sparten Literatur, Musik, bildender Kunst oder Architekur verliehen wird.

Franz Nabl - Preis 2005

17.02.2006

Der Franz Nabl - Preis, der Literaturpreis der Stadt Graz ist mit 14.500 Euro der höchstdotierte Literaturpreis. Er wird jedes zweite Jahr im Rahmen einer Jurysitzung vergeben.

In der Begründung der Jury heißt es u.a.: »Souverän gelingt es ihm, von genau betrachteten Wirklichkeitsbildern ausgehend, autonome Sprachbilder zu entwerfen, die allesamt sehr eigenwillig sind und - mit Blick auf die zeitgenössische Literaturproduktion - auch sehr eigenständig Tod und Sterben als Dreh- und Angelpunkt setzen. Damit nimmt Josef Winkler einen Faden der gerade für Österreich sehr prägenden Tradition des Barock auf und spinnt ihn, inspiriert von den französischen Existenzialisten und Surrealisten, eigensinnig und auf der Höhe der Zeit weiter.«

Premio Lateral in Madrid 2005

15.06.2005

Josef Winkler ist am 15. Juni 2005 für seinen Roman Wenn es soweit ist im Madrider Circulo de Bellas Artes mit dem Premio Lateral für ausländische Autoren ausgezeichnet worden.
"Der Preis gehört zu den wichtigsten Ereignissen in meinem literarischen Schaffen", erklärte Winkler im Gespräch mit der APA.
Die spanische Zeitschrift Lateral, eine der angesehensten Kulturpublikationen der spanischsprachigen Welt, vergibt den Preis an literarisch herausragende Werke, die zuvor nicht die angemessene Aufmerksamkeit erfahren haben. Unter den Finalisten waren neben Winkler auch Paul Auster und Amos Oz. "Der Preis entstand als Kritik, daß viele hervorragende Werke in der Masse an Neuveröffentlichungen untergehen (...)" erklärte Jurymitglied und stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift, Juan-Cantavella. Preisträger der Vorjahre waren A.S. Byatt und Rodrigo Fresán.