Werke in neun Bänden
In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.
Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend...
In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.
Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft mißverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.
1. Fotografie
Historischer Überblick
Frühe Anschauungen und Trends
Gegenwärtige Anschauungen und Trends
Systematische Betrachtungen
Das ästhetische Grundprinzip
Die fotografische Einstellung
Affinitäten
Wirkungen
Die Frage der Kunst
I. Allgemeine Merkmale
2. Grundbegriffe
Eigenschaften des Mediums
Die zwei Haupttendenzen
Lumière und Méliès
Die realistische Tendenz
Die formgebende Tendenz
Zusammenstöße zwischen den beiden Tendenzen
Die filmische Einstellung
Das Problem der Kunst
3. Die Darstellung physischer Realität
Registrierende Funktionen
Bewegung
Leblose Gegenstände
Enthüllende Funktionen
Gewöhnlich unsichtbare Dinge
Phänomene, die das Bewußtsein überwältigen
Sonderformen der Realität
4. Affinitäten
Ungestellte Realität
Das Zufällige
Endlosigkeit
Im Ablauf von 24 Stunden
Wanderrouten
Das Unbestimmbare
Psychophysische Entsprechungen
Ein Grundprinzip des Schnitts
Der »Fluß des Lebens«
Noch einmal die Straße
Bühneneinlagen
II. Bereiche und Elemente
5. Geschichte und Fantasie
Geschichte
Schwierigkeiten
Kompromisse
Fantasie
Analytisches Schema
Das Fantastische in theaterhafter Darstellung
Die Darstellung des Fantastischen mit filmischen Tricks
Das Fantastische im Material physischer Realität
6. Bemerkungen über den Schauspieler
Eigenschaften
Natürlichkeit
Beiläufigkeit
Physische Erscheinung
Funktionen
Objekt unter Objekten
Typen
Der Laienschauspieler
Der Hollywood-Star
Der Berufsschauspieler
7. Sprache und Ton
Einleitung
Frühe Bedenken
Grunderfordernis
Sprache
Die Rolle des gesprochenen Wortes
Arten der Synchronisierung
Die Geräusche
Über das Wesen von Geräuschen
Verlaß auf symbolische Bedeutungen
Rolle
Arten der Synchronisierung
8. Musik
Physiologische Funktionen
Die archaische Periode
Musik, Bild und Zuschauer
Ästhetische Funktionen
Kommentierende Musik
Aktuelle Musik
Musik als Kristallisationskern des Films
9. Der Zuschauer
Wirkungen
Wirkung auf die Sinne
Reduziertes Bewusstsein
Propaganda und Film
Träume
Befriedigungen
Film und Fernsehen
Lebenshunger
Der Begriff von Leben als solchem
Film - das »flimmernde Lebensrad«
Kindliche Allmacht
Rückkehr aus der Traumwelt
III. Komposition
10. Experimentalfilm
Einleitung: Die zwei Haupttypen des Films
Ursprünge
Die Avantgarde-Bewegung
Die Avantgarde als Modell
Avantgarde-Intentionen
Die umstrittene Spielhandlung
Filmische Sprache
Physische Realität
»Die unrealistischste aller Künste«
Avantgarde-Trends
Entr'acte
Nachdruck auf dem Rhythmus
Nachdruck auf dem Inhalt
Schlußbemerkungen
11. Der Tatsachenfilm
Einleitung
Gattungen
Merkmale
Umfang der Untersuchung
Der Film über Kunst
Zunahme dreidimensionaler Natürlichkeit
Der experimentelle Trend
Der dokumentarische Trend
Der Dokumentarfilm
Bemühen um die materielle Realität
Gleichgültigkeit gegenüber der materiellen Realität
Wiederauftauchen der Story
12. Die theatralische Story
Einleitung
Form und Inhalt
Eine unfilmische Story-Form
Ursprünge und Quellen
Merkmale
Betonung menschlicher Beziehungen
Komplexe Einheiten
Ablösbare Bedeutungszusammenhänge
Ein zweckbestimmtes Ganzes
Versuche einer Anpassung
»Die großartigsten Dinge«
Zwei Möglichkeiten
Schlußbetrachtungen
Unlösbares Dilemma
D.W. Griffiths bewundernswerter Verzicht auf eine Lösung
13. Zwischenspiel – Film und Roman
Ähnlichkeiten
Wie der Film, so strebt auch der Roman danach, Leben in seiner Fülle darzustellen
Wie der Film, so erstrebt auch der Roman Endlosigkeit
Unterschiede
Formale Eigenschaften
Zwei Welten
Über die Verfilmung von Romanen
Unterschiede in filmischer Qualität
Romaninhalte
Filmgerechte Bearbeitungen
Unfilmische Bearbeitungen
14. Die gefundene Story und die Episode
Die gefundene Story
Definition
Typen
Die Episode
Definitionen
Typen
Struktur
Rahmenhandlung als Kunstmittel
15. Fragen des Inhalts
Drei Aspekte des Inhalts
Unfilmischer Inhalt
Begriffliches Denken
Das Tragische
Filmischer Inhalt
Gegenstandsmaterial
Motive
Epilog
16. Film in unserer Zeit
Vorrang des inneren Lebens?
Die intellektuelle Landschaft
»Ruinen alter Glaubensinhalte«
Ausblicke
Straßen durch die Leere
Forderung
Erfahrung und ihr Material
»Glanz des Sonnenuntergangs«
Verfügbare Realität
Physische Realität als Domäne des Films
Die Errettung der physischen Realität
Eine Kunst, die anders ist
Momente des täglichen Lebens
Materielle Evidenz
Von unten nach oben
»The Family of Man«
Bibliographie
Anmerkungen der Herausgeberin
Bildteil
ANHANG
Faksimiles
I. [»Marseiller Entwurf« zu einer Theorie des Films]
Anmerkungen der Herausgeberin
II. Skizzen und Vorentwürfe zu einer Ästhetik des Films
Ideenskizze zu meinem Buch über den Film
Film und Theater
Vorläufige Angaben zu einer Untersuchung über die Ästhetik des Films
Vorläufige Übersicht über ein Buch zur Ästhetik des Films
Nachbemerkung und editorische Notiz
Abbildungsverzeichnis und Bildnachweise
Verzeichnis der Siglen und Kurztitel
Register
Sachregister zur Theorie des Films
Namenregister
Filmregister
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Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
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Werkausgabe
Alle BändeWerke in neun Bänden
Mit dieser Ausgabe, die mit einem Klassiker der Filmsoziologie, Von Caligari zu Hitler, und den Studien zu Massenmedien und Propaganda nun ihren Abschluss findet, wird das Werk...
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Personen für Werke in neun Bänden
Siegfried Kracauer
Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Feuilletonisten der Weimarer Republik und leitete von 1930 bis 1933 die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung. Mit Die Angestellten veröffentlichte Kracauer 1930 die erste empirisch-soziologische Studie in Deutschland. Er wird darüber hinaus zu den Begründern der Filmsoziologe gezählt. 1933 floh Kracauer mit seiner Frau nach Paris und 1941, nach Kriegsbeginn, nach New York. Am 26. November 1966 starb er dort an einer Lungenentzündung. Zu den wichtigsten Werken Kracauers zählen neben Die Angestellten u.a. die Theorie des Films, die Essaysammlung Von...
Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als...

