Annika Scheffel
Bevor alles verschwindet - Roman

Leseprobe » Bestellen »


D: 10,99 €
A: 11,40 €
CH: 16,50 sFr

Erschienen: 09.05.2016
suhrkamp taschenbuch 4677, Taschenbuch, 411 Seiten
ISBN: 978-3-518-46677-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Jula, Jules und die anderen haben es sich über die Jahre bequem gemacht in dem kleinen Ort unten im Tal. Doch eines Tages gerät ihre abgeschiedene Welt in Gefahr. In den umliegenden Wäldern werden »die Verantwortlichen« gesichtet, Gelbhelme mit Bauplänen für ein Erholungsgebiet. Eine Umsiedlung des Ortes steht bevor. Mit allem, was sie haben, lehnen die Bewohner sich auf gegen das Urteil. Aber Widerstand fordert Zusammenhalt, und ein jeder muss zuerst die eigenen Gespenster zähmen oder sie jetzt, im Kampf gegen das Verschwinden, endlich und für alle Zeit freilassen.

Bevor alles verschwindet ist ein Roman wie ein Funkenschlag. Eine Geschichte von dunklen Geheimnissen und letzten Hoffnungen, dabei ebenso tragisch wie absurd komisch.

Pressestimmen

»... eine gespenstisch-märchenhafte Atmosphäre zwischen real und surreal, die Scheffel in ihrer eigenen poetischen und rhythmischen Sprache entstehen lässt.«

Andrea Lüthi, Neue Zürcher Zeitung

»Bevor alles verschwindet ist märchenhaft und zugleich ein sehr gegenwärtiges Buch.«

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wie ein Märchen aus einer anderen Zeit erzählt Scheffel diese kleine Welt, sowohl im Ton als auch in den oft fantastischen Geschichten, die sie ihren Figuren anhängt.«

Jörg Aufenanger, Frankfurter Rundschau

»Scheffel hat eine Art Heimatroman geschrieben. Sie vermittelt persönliche Geschichten unterschiedlicher Figuren... Stark sind Scheffels trockene Dialoge und die atmosphärische Dichte ihres Textes, in dem zivilisationskritische und anti-utopische Motive aufscheinen.«

Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

»Annika Scheffel schwankt in Bevor alles verschwindet zwischen Totentanz, Märchen und Schauerromantik.«

Christoph Schröder, taz. die tageszeitung

»Annika Scheffel hat die Wirklichkeit mit den Möglichkeiten der Literatur verwirbelt.«

Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Annika Scheffel baut in ihrem Werk Bevor alles verschwindet das Magische ganz unvermittelt wie selbstverständlich In ihre Erzählwelt ein, wobei ihr die fließenden Übergänge zwischen den realen und surrealen Ebenen scheinbar mühelos gelingen. Das gibt ihrem Roman die Kraft eines Gleichnisses und macht die Lektüre zum Genuss.«

Daniel Flügel, Potsdamer Neueste Nachrichten

»Bis in jede Regung, jedes Adjektiv mit ihren Figuren verbunden, erzählt Scheffel mit einer bewundernswerten Balance zwischen Fabulierlust und Ernsthaftigkeit und einem genauen Gespür für das Zusammenspiel von Emotion, Melodie und Poesie eine Geschichte, deren Essenz in jeder Zeitung stehen könnte - und die zugleich komplett und grossartig erfunden ist.«

Gabriele Michel, Basler Zeitung

Videobeiträge

Kommentare

Der Roman zeigt sensibel und auf sprachlich eindringliche Art und Weise die Ängste der Menschen vor der Veränderung auf. Wie schwierig es ist, Gewohntes und Erinnerungen hinter sich zu lassen, entwurzelt zu werden und woanders ein neues Leben zu beginnen. Und er führt uns vor Augen, dass die Toten einen Ort brauchen, an dem sie lebendig sind. Und dass die bevorstehende Flutung Besucher anzieht, die sich am Unglück der anderen weiden - Katastrophentourismus.

Es ist eine Geschichte, die hinter die Wirklichkeit blickt. Jula sagt über ihren Gelbhelm, den Vogelmann am Schluss: "Anton nimmt Geschichten, Wünsche, Ängste und Träume so ernst wie die Wirklichkeit." (S. 411)
Querleserin, 10.10.2016

Kommentieren