Marcus Böick
Die Treuhand - Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994

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Erschienen: 14.09.2020
suhrkamp taschenbuch 5091, Taschenbuch, 766 Seiten
ISBN: 978-3-518-47091-6

Inhalt

Die Treuhandanstalt war eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Als »größtes Unternehmen der Welt« führte sie einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Zwischen kollabierendem Realsozialismus und sich globalisierendem Kapitalismus überführte ihr Personal die »volkseigenen« Betriebe der DDR vom Plan zum Markt. Verkäufe an zumeist westdeutsche Investoren, Branchenabwicklungen und Massenentlassungen prägten ihre krisengeschüttelte Geschäftspraxis nicht weniger als wütende Proteste, politische Kontroversen und öffentliche Skandale.

Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativlosem »Erfolg« oder neoliberale »Abwicklung« wirft Marcus Böick erstmals einen zeithistorischen Blick auf den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus und rückt dessen Personal in den Fokus. An der Schnittstelle von Wirtschafts- und Kulturgeschichte zeichnet er mit präzisem Blick die zugrundeliegenden Ideen, den dynamischen Organisationsalltag und die facettenreichen Erfahrungen der Mitarbeiter nach, die die Transformation so maßgeblich wie unvorbereitet mitgestaltet haben.

Im Original erschienen unter dem Titel Die Treuhand (Wallstein Verlag).

Pressestimmen

»Eine glänzend komponierte und akribisch recherchierte Erinnerungsgeschichte.«
Karl-Rudolf Korte, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Intellektuell brillant, ungeheuer facettenreich und quellengesättigt.«
Edgar Wolfrum, DAMALS

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