Andreas Maier
Die Universität - Roman

Umschlagfoto: Frank Derer
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Erschienen: 12.02.2018
Gebunden, 147 Seiten
ISBN: 978-3-518-42785-9
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Frankfurt, die Universität, 1988, 1989. Damals noch ein ganz anderes Studium, Magister, eigentlich völlige Freiheit in allem. Das Betätigungsfeld erstreckt sich vom Biertrinken im »Doctor Flotte« bis hin zu Seminaren über Wahrheitstheorie, die den Studenten der Philosophie schon innerhalb eines Semesters zu Arztbesuchen treiben. Es droht ein völliger Verlust der eigenen Person, und auch die Zeiten geraten durcheinander: Auf der Suche nach einer Studentenbude stößt der Protagonist auf ein Erotikmagazin, in dem er eine alte Liebe aus dem Jahr 1983 wiederzuerkennen glaubt. Aus seiner Matratzengruft, in der er sich verzweifelt-lethargisch einrichtet, rettet ihn ausgerechnet ein Pflegefall: Gretel Adorno, die uralte Witwe des Philosophen, bei der er durch seinen Studentenjob Dienst tut. Er lässt sich von ihr zerkratzen und beschimpfen, aber eigentlich versteht er sich mit ihr besser als mit seiner ganzen Umwelt.

Die Universität ist ein Roman über die Möglichkeit, überhaupt von so etwas wie »Ich« oder »Person« zu sprechen. Es ist jener Zustand Anfang zwanzig, in dem wir zwar noch im Rollenspiel der Jugend verhaftet sind, zugleich aber längst begriffen haben, dass es irgendwo anders hingehen muss.

Pressestimmen

»Es ist berückend, dass mit ›Werk‹ hier unaufdringlich-schmale Bücher gemeint sind, von denen hoffentlich noch viele weitere erscheinen werden.«

Hanna Engelmeier, taz. die tageszeitung

»Als Motto stellt Andreas Maier seinem Roman den Satz voran: ›Ich, das ist der Mittelteil des Wortes Nichts.‹ ... Genau von diesem Ich und von der Nichtigkeit, aus der sich grosse Literatur machen lässt, erzählt Andreas Maier.«

Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Andreas Maier setzt seine elfteilige Heimatsaga so famos wie profund fort.«

Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Ein Roman auf knapp 150 Seiten: das geht, weil sich Die Universität in Maiers groß angelegten und großartigen Romanzyklus fügt ... «

Katharina Schmitz, der Freitag

»[Maier] gelingt, das auszudrücken, woran der Student bei jedem Anlauf scheitert, und so erwächst ... ein auf wundersame Weise geglückter Roman.«

Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Universität ist ein durchaus lustiges Buch. Das liegt am genauen Blick, den Maier auf sich und die andernen wirft. Als Erzähler ist er immer auch Essayist und Analytiker. Das macht den besonderen Reiz seiner Prosa aus.«

Jörg Magenau, Der Tagesspiegel

»Wenn Andreas Maier das Niveau der bis dato erschienenen Bände seiner Ortsumgehung hält, können wir in einigen Jahren wohl den Abschluss einer einzigartigen Romanreihe feiern.«

Guido Speckmann, neues deutschland

»Das sind hochkonzentrierte Miniaturen, die etwas über die Zeit verraten und über den Autor, die klug konstruiert sind und durch die Einbindung in ein Großprojekt durchaus Suchtcharakter erzeugen können.«

Harald Ries, Westfalenpost

»Aus seinen genauen Beobachtungen macht er fesselnde Literatur, ohne dafür den ausschweifend großen Bogen zu bemühen.«

Uwe Grosser, Heilbronner Stimme

»Was wann wirklich wie passiert ist, spielt nur eine Nebenrolle, wenn aus Lebenswahrheit Dichtung wird. Im Fall von Andreas Maier große Dichtung«

Georg Leisten, Südwest Presse, Ulm

»Andreas Maier gelingt mit diesem kurzen Roman eine leise Geschichte über jemanden, der seinen Platz in der Welt finden will.«

Ernst Grabovszki, Buchkultur 176 1/2018

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