Michael Tomasello
Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder. Mit Abbildungen
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D: 39,80 €
A: 41,00 €
CH: 52,90 sFr

Erschienen: 21.09.2009
Gebunden, 409 Seiten
ISBN: 978-3-518-58538-2

Inhalt

Menschen sprechen – im Gegensatz zu allen anderen bekannten Lebewesen auf diesem Planeten. Generationen von Wissenschaftlern haben sich an diesem bemerkenswerten Faktum abgearbeitet, Spekulationen über die Herkunft der menschlichen Sprache gibt es viele, aber bis heute keine überzeugende Erklärung. Mit Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation gelingt Michael Tomasello ein entscheidender Schritt zur Lösung dieses Rätsels.

Gestützt auf reiches empirisches Material aus der Primaten- und Säuglingsforschung und die einflußreichsten Theorien der Sprachphilosophie sowie anhand einer Vielzahl von schlagenden Beispielen aus der menschlichen Alltagskommunikation präsentiert er ein raffiniertes mehrstufiges Modell der Sprachentwicklung in individualgeschichtlicher wie auch artgeschichtlicher Perspektive. Zentrale Gelenkstelle in diesem Modell sind Gesten – Zeigen und Pantomime –, die sich im Zuge der Herausbildung sozialer Kooperation unter Primaten evolutionär entwickelt haben. In diesen Gesten erkennt Tomasello die Urformen der menschlichen Sprache. Um von diesen gestischen Vorformen zu einer komplexen sprachlichen Kommunikation zu gelangen, die dann kulturell kodiert, tradiert und verfeinert werden kann, bedarf es allerdings noch einer weiteren biologisch verankerten, aber exklusiv menschlichen Voraussetzung: einer »psychologischen Infrastruktur geteilter Intentionalität«. Diese sorgt dafür, daß Menschen ihre Wahrnehmungen und Absichten untereinander abstimmen und zum Bezugspunkt ihres gemeinsamen Handelns machen können. Der Mensch spricht, so könnte man sagen, weil er ein genuin soziales Wesen ist.

»Ein großer Wurf« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Original erschienen unter dem Titel Origins of Human Communication, 2008 (MIT Press, Cambridge (Mass.)/ London).

Pressestimmen

»Tomasello entwirft in seinem Werk eine faszinierende Naturgeschichte der menschlichen Kommunikation und stellt den ehrwürdigen Diskurs über den Ursprung der Sprache auf eine neue Basis. «
Jürgen Habermas, DIE ZEIT
»Tomasellos Buch ist eines der bisher ambitioniertesten Versuche, die aktuellen Daten aus verschiedenen Forschungsgebieten unter einer bündigen These zusammenführen: Menschliche Kommunikation entwickelte sich in Wechselbeziehung mit gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen das gegenseitige Erkennen geistiger Zustände und Absichten evolutionär von Vorteil war. Evolutionsbiologen, Anthropologen, Kulturwissenschaftlern und Linguisten bietet sein Werk daher gleichermaßen Stoff für Diskussionen.«
Martin Hubert, Deutschlandfunk
»Tomasello zeigt, wie Kommunikation sich auf der Grundlage gemeinsamer Absichten aus einfachen Gesten zu einer syntaktisch und grammatisch gegliederten Sprache entwickelt. Die fundamentale Rolle gemeinsamer Absichten herausgearbeitet zu haben, ist die große innovative Leistung des Buchs. ›Kollektive Intentionalität‹ wird zum entscheidenden Grundbegriff der Sprach-, Kommunikations- und letztlich auch der Kulturwissenschaft.«
Hans Bernhard Schmid, Neue Zürcher Zeitung

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