Lew Tolstoj
Krieg im Kaukasus - Die kaukasische Prosa

Neu übersetzt und umfassend kommentiert von Rosemarie Tietze Mit Abbildungen
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Erschienen: 02.10.2018
Gebunden, 590 Seiten
ISBN: 978-3-518-42836-8
Auch als eBook erhältlich

Tolstoi – grandios neu übersetzt


Vom Leben auf dem Landgut der Familie angeödet, begleitete der junge Lew Tolstoi 1851 seinen ältesten Bruder Nikolai, der im Kaukasus dient, an seinen Einsatzort Starogladkowskaja, eine Kosakensiedlung am Terek. Seit Jahrzehnten führte das russische Imperium in der Region Krieg. Erst 1859 gelingt es, die vom Imam Schamil geeinten muslimischen Kaukasusfürstentümer zu besiegen. Doch um welchen Preis!

Tolstoi, der als Fähnrich an Gefechten teilnahm und verwundet wurde, kennt den Krieg und seine Akteure aus eigener Anschauung. Er beschreibt die Tragödie aus allen Perspektiven: an der Seite gelangweilter russischer Soldaten, die zum Freizeitvergnügen ein tschetschenisches Dorf zerstören, und neben den untröstlichen Überlebenden, die in den Trümmern ihrer Behausungen hocken. Mit scharfer Beobachtungsgabe und ethnographischem Blick schildert er die Faszinationsgeschichte der »Kaukasier«, der russischen Abenteurer, die sich, bestrickt von der stolzen Schönheit und Unbezwingbarkeit der Bergbewohner, auf ein Leben einlassen, an dessen Fremdheit sie scheitern.

Ein Werk mit dem Titel »Krieg im Kaukasus« hat Tolstoi nie geschrieben. Aber er hat sein Leben lang über den Kaukasus geschrieben. Der Band konfrontiert den frühen mit dem späten Tolstoi. Von der nüchtern protokollhaften frühen Prosa von Überfall (1852) und  Holzschlag (1855) bis zu den romanhaft farbigen Kosaken (1863), dem harten mündlichen Duktus des Gefangenen im Kaukasus (1872) und dem in Montagetechnik verfassten Hadschi Murat (postum 1912) – in Rosemarie Tietzes Neuübersetzung werden sie erstmals in ihrer stilistischen Bandbreite und ihrem sprachlichen Reichtum erfahrbar.

Pressestimmen

»Die Suhrkamp-Ausgabe dieser Texte unter dem Titel Krieg im Kaukasus kommt zweifellos zur rechten Zeit. In einer exzellent lesbaren Neuübersetzung durch Rosemarie Tietze ... «

Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung

» ... Tolstoi erweist sich auch abseits seiner großen Romane als packender Erzähler, scharfer Beobachter und kritischer Analytiker.«

Alfred Pfoser, Falter 41a/18

»Der jetzt in neuer Übersetzung vorliegende Band ist eine wichtige Verständnishilfe für die komplexe Situation der Nationalitäten im Kaukasus und die bis heute immer wieder aufflammenden Konflike zwischen diesen und Russland!«

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