Amos Oz
Liebe Fanatiker - Drei Plädoyers

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
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Erschienen: 12.03.2018
Klappenbroschur, 143 Seiten
ISBN: 978-3-518-42802-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Von Fanatikern geht gegenwärtig die größte Gefahr aus auf dem gesamten Globus – als Terroristen führen sie Krieg gegen bestimmte Gruppen wegen deren Glaubens oder Hautfarbe, als Selbstmordattentäter ermorden sie wahllos Einzelne um ihren Glauben zu bezeugen und/oder wegen medialer Aufmerksamkeit.

Amos Oz, aufgewachsen in Jerusalem, zum Schriftsteller geworden in einem Kibbuz, in der »Peace-Now« aktiv, ist aufgrund seiner persönlichen Erfahrung zu einem »Fachmann für vergleichenden Fanatismus« geworden: in seinen Büchern lotet er dessen Abgründe aus, als Kommentator bekämpft er sie politisch, als Betroffener stellt er sich und anderen die Frage, wie man zum Fanatiker werden kann.

Die drei Essays dieses Bandes stammen also weder von einem Forscher noch von einem Experten, sie beruhen auf der existenziellen Betroffenheit des Autors, seiner Erfahrungen im täglichen Umgang wie in der Analyse des Geschehenen und Geschehenden. Sie erheben weder den Anspruch, alle Details des Streits zu beleuchten, noch alle Facetten abzubilden, am allerwenigsten darauf, das letzte, das abschließende Wort, kurz: recht zu behalten: Das Ziel dieser Plädoyers besteht darin, mit ihnen bei jenen auf Aufmerksamkeit zu stoßen, die anderer Meinung als ich, also Fanatiker, sind.

Pressestimmen

»Dass es ›Fanatiker‹ zu allen Zeiten und an allen Orten gibt, ist eine der Botschaften dieses ebenso klugen wir leicht zu lesenden Buches, dessen Beobachtungen weit über Israel hinausgehen. ... Neugier und Fantasie, die Akzeptanz von Unterschieden und die unbedingte Bereitschaft zum Kompromiss – das sind die Tugenden, die Amos Oz den Fanatikern dieser Welt entgegenhält.«

Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

»Es ist eine glückliche Entscheidung, die beiden Bände [Liebe Fanatiker und Wo die Schakale heulen] gemeinsam erscheinen zu lassen, denn sie kommentieren sich wechselseitig, über die Jahrzehnte und Textsorten hinweg.«

Stefan Gärtner, junge Welt

»Es ist Amos Oz etwas ehrenhaftes gelungen: Er hat sich einen Stützpunkt zwischen allen intellektuellen Fronten erobert.«

Hannes Stein, DIE WELT

» ... ein Appell an den gesunden Menschenverstand, einen offenen Dialog und für eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung.«

BÜCHERmagazin 4.2018

»Oz plädiert nicht nur für Souveränität, Frieden und ein Haus, er sucht Heimat für seine Enkel, denen das Buch ›mit Liebe und Respekt‹ gewidmet ist.«

Janina Fleischer, Dresdner Neueste Nachrichten

»Seine Analyse des Fanatismus ist sehr genau und trifft natürlich nicht nur auf die israelische Gesellschaft zu. Fanatismus entsteht nicht nur aus Armut und mangelnder Bildung, Religion oder Ideologie, sondern — wie Oz an vielen Beispielen ausmacht — auch aus Nichtachtung, Selbstgerechtigkeit, zugefügtem Schmerz, Desinteresse an Fremdem.«

DISPUT Juni 2018

»Wer die alten, ewig neuen Geschichten von der Katastrophen-Region im Nahen Osten nicht mehr hören kann, sollte dennoch das Buch zur Hand nehmen. Ein faszinierender Essay ist nämlich der Kultur des Judentums gewidmet ... «

Harald Raab, Mittelbayerische

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