Alexander Kluge
Russland-Kontainer

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Erschienen: 18.05.2020
Gebunden, 444 Seiten
ISBN: 978-3-518-42892-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Nicht nur über eine derzeit umstrittene Pipeline, sondern auch über Jahrhunderte des Austauschs wie der Abstoßung waren und sind Russland und Deutschland einander so fern wie verbunden. Die politische Gegenwart scheint kritisch, die Zeichen stehen auf Konflikt und Polarität.

In dieser Lage macht Alexander Kluge Russland zum ausschließlichen Thema eines neuen Großbandes. In dezidiert poetischer Weise, nicht mit dem herrischen Willen zur Synthese, nähert er sich dem unermesslichen Terrain des größten Landes der Erde und der Mehrzahl seiner Seelen. Ihm geht es um den »ungeknechteten« Stoff, der dem Leser und den Materialien »die Freiheit lässt zu atmen«.

Diese Freiheit realisiert sich in polyperspektivischer Darstellung: aus dem historisch geprägten Blickwinkel deutscher Patrioten der Befreiungskriege ebenso wie aus der erzählerischen Sicht eines Franz Kafka und eines Heiner Müller, aus messianischer Sehnsucht und utopischer Erwartung im 20. Jahrhundert, aus dem Rückblick auf vollendete und Beinahe-Katastrophen im Zeitalter atomarer Potentiale, aber auch – und möglicherweise vor allem – aus der dezidiert weiblichen Empathie einer Swetlana Alexijewitsch und der Russlandliebe seiner Schwester Alexandra: »In ihrem Auftrag schreibe ich dieses Buch.«

Pressestimmen

»Alexander Kluges Buch über Russland ist assoziativ, überraschend, schlau – ein 400 Seiten währendes Lesevergnügen.«

Irmtraud Gutschke, der Freitag

»Eine unmittelbare Erfahrung – das garantiert auch diese wunderbare und erhellende Reise mit Alexander Kluges Kontainer durch die russischen Weiten.«

Ö1

»Alexander Kluges Bücher sind Textgebirge. Sie verdichten sich zu einem Wissenskontinent.«

Christine Hamel, WDR

»Poetische Fracht aus einem Land, dessen Weite und Vielfalt allein schon die Vorstellungskraft in Gang setzen. Alexander Kluges Kunst der Auslassung wiederum, seine elliptische Denkart, die konsequent auf Zusammenhänge verzichtet und der Fantasie des Lesers viel Raum gibt, ist eine kongeniale Methode der Annäherung an Russland.«

Niels Beintker, Bayern 2

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