Michel Serres
Was genau war früher besser? - Ein optimistischer Wutanfall

Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer
Leseprobe » Bestellen »


D: 12,00 €
A: 12,40 €
CH: 17,90 sFr

Erschienen: 11.03.2019
Taschenbuch, 80 Seiten
ISBN: 978-3-518-07497-8
Auch als eBook erhältlich

Sachbuch-Bestenliste

Bestseller in Focus, Stern und Börsenblatt

Inhalt

Früher war alles besser, so hören wir fast täglich von unseren Eltern und Großeltern oder von Mitreisenden in der U-Bahn. Früher, da haben sich die Menschen noch miteinander unterhalten, statt auf ihre Handys zu starren. Sie engagierten sich für die Gemeinschaft, statt vereinzelt vor sich hin zu vegetieren, und nebenbei hatte der Sommer noch die perfekte Temperatur.

Michel Serres wuchs vor über achtzig Jahren im ländlichen Südwestfrankreich auf, und er kann uns erzählen, wie es wirklich war: Ja, die Hühner mögen alle frei herumgelaufen sein, und die Schweine wurden noch nicht mit Antibiotika behandelt. Aber Seuchen und Krankheiten waren an der Tagesordnung, bei Tieren wie bei Menschen. Zwar gab es keine Internetpornos, doch manch junges Paar glaubte, die Liebe werde durch den Bauchnabel gemacht. Die Nostalgie für das Vergangene, so ermahnt uns Serres, lässt uns vergessen, was unsere Gegenwart so wertvoll macht.

Im Original erschienen unter dem Titel C'était mieux avant (Éditions Le Pommier).

Pressestimmen

»Mit ironischer Brillanz verwirft Serres alle möglichen Vorstellungen einer ›guten alten Zeit‹. Stattdessen lobt er die glückliche Gegenwart und schaut hoffnungsvoll in die Zukunft.«

Claudia Mader, Neue Zürcher Zeitung

»Die schönsten Passagen sind ... die Erinnerungen von Serres: Anschaulich und knapp schildert er seine Erlebnisse als Matrose oder Internatsschüler – oder wie er als Kind in einer Brotscheibe ein Stück Kautabak des Müllers fand.«

Tim Caspar Boehme, taz. die tageszeitung

» ... eloquent, unterhaltsam, weise ...«

Meredith Haaf, Süddeutsche Zeitung

»Michel Serres bekommt einen unwiderstehlichen Wutanfall gegen die Verklärung der Vergangenheit.«

Harald Staun, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Es sind wahnsinnig dichte 80 Seiten geworden, jeder Absatz eine Pointe, seine Polemik macht Spaß. Serres wägt nicht ab, sondern treibt mit französischer colère und scharfem Witz den Lesern die Nostalgie aus.«

Maja Beckers, DIE ZEIT 12/2019

»Serres dagegen schafft es, einen darüber zu beschämen, dass man der Welt und ihren Fähigkeiten, sich zu verbessern, immer wieder zu wenig zutraut.«

Peter Praschl, Die literarische Welt

»... immer witzig, heiter und von einer sympathischen Lust an der Gegenwart getragen. Was ja bei einem Greis, man darf das so sagen, nicht eben selbstverständlich ist. Ein hervorragender Text, der manche Junge verdammt alt aussehen lässt.«

Christian Ortner, Wiener Zeitung

»... eine gut lesbare und lesenswerte politische Streitschrift.«

Lutz Lemhöfer, Publik-Forum Nr. 6 / 2019

»... klug, witzig und bitterböse«

Hohe Luft 3/2019

Nachrichten

Kommentieren