Sämtliche Stücke
Mit seinen Romanen Stiller und Homo Faber führte Max Frisch in den fünfziger Jahren ein Thema in die deutsche Literatur ein, das bis heute von großer Aktualität ist: die Frage nach der Identität des Menschen des 20. Jahrhunderts.
Auch seine Stücke sind Versuche, diese Grundfrage zu beantworten, die sein ganzes Werk bestimmt und ihm seine Einheit gibt. Santa Cruz, das ist die Spannung zwischen dem Leben, das zu sich selbst kommen will, und der Erwartung, die Liebende einander abfordern....
Mit seinen Romanen Stiller und Homo Faber führte Max Frisch in den fünfziger Jahren ein Thema in die deutsche Literatur ein, das bis heute von großer Aktualität ist: die Frage nach der Identität des Menschen des 20. Jahrhunderts.
Auch seine Stücke sind Versuche, diese Grundfrage zu beantworten, die sein ganzes Werk bestimmt und ihm seine Einheit gibt. Santa Cruz, das ist die Spannung zwischen dem Leben, das zu sich selbst kommen will, und der Erwartung, die Liebende einander abfordern. Graf Öderland, das ist der Revolutionär und Ankläger, der mit seiner Axt zum Schuldigen wird und doch Ankläger einer verrückten Wirklichkeit bleibt.
Auch in seinen späteren Stücken geht es Max Frisch um die Darstellung der vielfältigen psychischen und sozialen Einflüsse und Widerstände, mit denen einzelne wie Gruppen konfrontiert werden. Biedermann und die Brandstifter, das ist das Lehrstück von der Unbelehrbarkeit eines Durchschnittsmenschen, der seinem Untergang zu entkommen versucht, indem er ihn zusammen mit den Brandstiftern inszeniert. Andorra, das ist das Modellstück eines Massenwahns, der das Denken einzelner so sehr auf kollektive Vorurteile einschränkt, daß es zum Mord an einem Außenseiter kommt.
Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991. Sein Werk, vielfach ausgezeichnet, erscheint im Suhrkamp Verlag und ist ab Seite 862 verzeichnet.
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
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