Benjamín Labatut
Das blinde Licht - Irrfahrten der Wissenschaft

Aus dem Spanischen von Thomas Brovot


D: ca. 12,00 €
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Gepl. Erscheinen: 19.07.2021
suhrkamp taschenbuch 5152, Taschenbuch, 187 Seiten
ISBN: 978-3-518-47152-4

Inhalt

Sie sind Pioniere und Verdammte. Eroberer von Raum und Zeit. Träumer des Absoluten. Sie verändern den Lauf der Geschichte und verzweifeln an sich selbst: Werner Heisenberg, dessen Gleichungen – im Wahn auf der Insel Helgoland entstanden – zum Bau der Atombombe führen. Der Mathematiker Alexander Grothendieck, der es vorzieht, seine Formeln zu verbrennen, um die Menschheit vor ihrem zerstörerischen Potential zu schützen. Oder Fritz Haber, dessen physikalische Verfahren eine Hungerkrise vermeiden und zugleich das diabolischste Werkzeug der Nationalsozialisten hervorbringen werden ...

Benjamín Labatut erzählt vom schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn, von der zwiespältigen Kraft der Wissenschaft und dem verhängnisvollen Moment, an dem wir aufhören, die Welt zu verstehen.

Pressestimmen

»Eine historisch gesättigte Operation am offenen Herzen der Wissenschaft.«
Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung
»Raffiniert, vielschichtig und zutiefst erschütternd – ein außergewöhnlicher Roman, der die Urväter der Quantenmechanik mit den Abgründen zweier Weltkriege in Verbindung bringt.«
John Banville, The Guardian
»Die alte Menschheitsfrage ›Was kann ich wissen?‹, Labatut stellt sie mit erzählerischer Bravour neu.«
Leander F. Badura, DIE ZEIT
»Der Autor nimmt sich nichts Geringeres vor, als die Grundlagen moderner Physik und Chemie, von der Relativiätstheorie bis zum Bau der Atombombe, nicht zu erklären, sondern zu erzählen. Das gelingt ihm so gut, dass man das Buch mit Bedauern aus der Hand legt, weil es spannender ist als jeder Tatort-Krimi.«
Hans Christoph Buch, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Das blinde Licht wird sicher als eines der besten Bücher aus der Corona-Zeit in Erinnerung bleiben.«
Tobias Wenzel, NDR
»Labatuts Erzählungen entwickeln daher eine starke Sogwirkung. Wie im Rausch muss das Buch geradezu verschlungen werden.«
Thorsten Schulte, literaturkritik.de
»Das erste Buch auf Deutsch von einem virtuosen Neuling ...«
Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk
»In einer genialen Mischung aus Essay und Erzählung erzählt Benjamin Labatut von Grenzüberschreitungen in der Wissenschaft, bei denen Verstand oder Realität auf der Strecke blieben. Dem Schriftsteller gelingt eine betörende Nähe zu seinen Protagonisten.«
Gerrit Stratmann, Deutschlandfunk Kultur
»Schwungvoll und unterhaltsam führt Benjamin Labatut also entlang zunehmend kurioser wirkender Lebenswege und anhand mitunter seltsamer Entdeckungen prominenter wie auch weniger bekannter Persönlichkeiten durch seinen Roman ...«
Doris Krestan, sandammeer.at
»Labatut dringt ins Herz einer Wirklichkeit vor, die nur wenige vor ihm so gesehen – und keiner vor ihm so beschrieben hat. Ein Buch von furchteinflößender Schönheit.«
Wolfram Eilenberger
»Labatut rüttelt seine Leserinnen und Leser nicht nur auf und beschenkt sie mit denkwürdigen Bildern, er pflanzt ihnen auch die unbedingte Notwendigkeit ein, alles zu lesen, was er noch schreiben wird – und zwar so schnell wie möglich.«
La Tercera

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Kommentare

Labatut verwandelt die zu Schulzeiten verrufene Physik in eine mehr als willkommene Lektüre: eine fesselnde Erzählung über physikalische Theorien, die zugleich auf raffinierte und fantasievolle Art und Weise die Physiker porträtiert, die sie entwickelt haben.
Geoff Dyer

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