Alice Miller
Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst

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Erschienen: 01.03.1983
suhrkamp taschenbuch 950, Taschenbuch, 192 Seiten
ISBN: 978-3-518-37450-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Gemeinsame Leitthemen der in diesem Band enthaltenen drei Studien sind die Ursprünge des Selbstverlustes und Wege der Selbstfindung. Das Drama des begabten, das heißt sensiblen, wachen Kindes besteht darin, daß es schon früh Bedürfnisse seiner Eltern spürt und sich ihnen anpaßt, indem es lernt, seine intensivsten, aber unerwünschten Gefühle nicht zu fühlen. Obwohl diese "verpönten" Gefühle später nicht immer vermieden werden können, bleiben sie doch abgespalten, das heißt: Der vitalste Teil des wahren Selbst wird nicht in die Persönlichkeit integriert. Das führt zu emotionaler Verunsicherung und Verarmung (Selbstverlust), die sich in der Depression ausdrücken oder aber in der Grandiosität abgewehrt werden. Die angeführten Beispiele sensibilisieren für das nicht artikulierte, hinter Idealisierungen verborgene Leiden des Kindes wie auch für die Tragik der nicht verfügbaren Eltern, die einst selbst verfügbare Kinder gewesen sind.

Kommentare

Das Buch ist der Schlüssel zu Alice Millers weiterem Werk. Zum einen greift Sie das Thema Erziehung und Kindheit und die Erinnerung an die Kindheit auf, zum anderen entwickelt Alice Miller in diesem Buch ihre Kritik an den vorherrschenden Paradigmen der Psychoanalyse, aber hier noch als eine konstruktive Kritik im vorherrschenden System. Für das Verständnis der westlichen Welt ist dieses Buch von unermesslichem Wert.
Reiner Girstl

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