Stuart Hall
Das verhängnisvolle Dreieck - Rasse, Ethnie, Nation

Aus dem Englischen von Frank Lachmann
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A: 28,80 €
CH: 38,50 sFr

Erschienen: 02.10.2018
Gebunden, 212 Seiten
ISBN: 978-3-518-58725-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Flaschenpost an die Zukunft! In diesem postum veröffentlichten Buch über das verhängnisvolle Dreieck von Rasse, Ethnie und Nation zeichnet der große Soziologe und Begründer der Cultural Studies, Stuart Hall, nach, wie alte Hierarchien in unseren Gesellschaften aufgebrochen wurden und unterdrückte Minderheiten neue Repräsentationsformen von kultureller Identität durchzusetzen begannen – und wie sich dagegen immer wieder Widerstand formierte.

Von der Renaissance bis zur Aufklärung und darüber hinaus diente der Begriff »Rasse« dazu, soziale Unterschiede aufgrund von Hautfarbe als natürlich und unwandelbar darzustellen. Auch heute findet die rassistische Fundierung von ethnischer und politischer Zugehörigkeit im Zeichen der Identitätspolitik wieder verstärkt Zuspruch. Die Neudefinitionen, die im 20. Jahrhundert von der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und von Migrantinnen und Migranten in westlichen Gesellschaften durchgesetzt wurden, zeigen für Hall jedoch, wie Identitäten und Vorurteile im Medium der Sprache transformiert werden können. Sie geben Grund zur Hoffnung, dass in der migrantischen Diaspora immer wieder neue Anstöße entstehen, um den Bedrohungen des Fundamentalismus und des Nationalismus zu begegnen. Ein Vermächtnis von brennender Aktualität.

Im Original erschienen unter dem Titel The Fateful Triangle. Race, Ethnicity, Nation (Harvard UP).

Pressestimmen

»[Es] bestehe angesichts der Kultur der Differenz die Aufgabe der Theorie nicht darin, ›weiterhin so zu denken wie bisher und sich den Glauben dadurch zu bewahren, dass sie das Terrain durch einen zwanghaften Willensakt zusammenhält, sondern zu lernen, anders zu denken‹. Diese Aufforderung ist aktueller denn je.«
Andreas Eckert, DIE ZEIT
»Hall ist ein Radikaler mit Realitätssinn – und genau darum extrem lesenswert.«
taz. die tageszeitung
»Nach dieser Lektüre ist man nicht mehr davon überrascht, dass rassistische und nationalistische Tendenzen wieder zunehmen. Und man weiß auch, dass moralische Entrüstung nichts nützen wird, sondern nur eine harte politische Auseinandersetzung, die einen langen Atem braucht.«
Martin Hubert, WDR 3 Mosaik / Resonanzen
»Cultural Studies, wie Hall sie betrieb, waren nie eine selbstgefällige akademische Tätigkeit, sondern sie konfrontierten mit sehr unangenehmen Wahrheiten und damit, dass man auf ganz tiefgreifende und schmerzhafte Weise in Machtstrukturen gefangen war.«
The Guardian
»Wer erweiterte Kenntnisse in politischer Theorie, Philosophie, Sprach- und Kulturwissenschaft mitbringt ... , den erwartet ein Buch, das gekonnt darüber aufklärt, wie Ausgrenzung funktioniert und dass sie überwunden werden kann.«
Amnesty Journal 2/2019
»Dieses Buch ist nicht nur das Vermächtnis eines großen Denkers. Es ist eine Aufforderung an gegenwärtige Generationen, den Weg von der moralischen Empörung zur politischen Auseinandersetzung zu gehen. Argumente und wieder Argumente zu finden, für eine Welt, in der ›die da drüben‹ und ›wir‹ respektvoll über Differenzen und Gemeinsamkeiten entscheiden können,«
Lisa Ndokwu, afrikanet.info

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