Rüdiger Zill
Der absolute Leser - Hans Blumenberg. Eine intellektuelle Biographie

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Erschienen: 22.06.2020
Gebunden, 816 Seiten
ISBN: 978-3-518-58752-2
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Hans Blumenberg wollte allein durch seine Philosophie sprechen. Seine Person sollte den Blicken der Öffentlichkeit entzogen bleiben. Und doch ist die Lesbarkeit seiner Welt nur durch das Licht seiner Zeit und ihrer Kämpfe möglich. Unter dem Nationalsozialismus wegen seiner jüdischen Mutter verfolgt, geprägt vom katholischen Milieu seines Vaters und einem humanistischen Elitegymnasium in der Hansestadt Lübeck, ist er am Ende ein typischer Vertreter der alten Bundesrepublik. Seit frühester Jugend ein obsessiver Leser, hat er Literatur, Philosophie, Theologie, Naturwissenschaften und Zeitgeschichtliches gleichermaßen aufgesaugt und daraus ein herausragendes Werk geschaffen.

Im Rückgriff auf bisher unerschlossene Archivquellen legt Rüdiger Zill in seinem reich bebilderten Buch die lebensgeschichtlichen Wurzeln dieses Werks frei und zeigt, dass es keineswegs so monolithisch ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Vielmehr versteht man es nur, indem man seine Wege und Umwege nachvollzieht sowie die Vernetzungen mit den Wissenschaften in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der absolute Leser gewährt erstmals einen umfassenden Einblick in die Werkstatt eines Autors, der wie kein zweiter die Entwicklung seiner Arbeit akribisch dokumentiert hat. Hans Blumenberg beim jahrzehntelangen Lesen, Entwerfen und Formulieren über die Schulter zu sehen heißt auch, etwas über das faszinierende Handwerk des Denkens selbst zu lernen.

100. Geburtstag Hans Blumenberg am 13. Juli 2020

Pressestimmen

»Rüdiger Zill ... beschreibt Leben und Werk Blumenbergs mit so viel Eleganz, dass leichte Schwindelgefühle des laienhaften Lesers eher zu Beschwingtheit als zum Gefühl des Ungenügens führen.«

Elke Schmitter, DER SPIEGEL

»Auf absehbare Zeit wird Rüdiger Zills Biografie für jede Beschäftigung mit diesem in eigener Sache so schweigsamen Philosophen unverzichtbar sein.«

Joe Paul Kroll, der Freitag

»Der Untertitel – Einne intellektuelle Biographie – klingt nach Vorrang der Gedanken und theoretischen Entwürfen ... Aber was dann folgt, ist sehr viel mehr ...«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»[Eine] monumentale Biographie ...«

Micha Brumlik, taz. die tageszeitung
»[Rüdiger] Zill gehört einfach ins Blumenberg-Regal ...«
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Rüdiger Zill verflicht mit beeindruckender Kennerschaft und ruhiger Hand verschiedene Erzählstränge. ... Er geht ... den Bewegungen einer schweifenden, experimentierenden philosophischen Neugierde nach, die sich auf der Suche nach einer Form befindet – und stets im Austausch mit Gelesenem.«

Uwe Justus Wenzel, DIE ZEIT

»Wer den Hintergrund eines geschichtlichen Prozesses versteht, wer die Spielräume von Weltentwürfen, Weltbildern und Weltverständnissen überblickt, wer überhaupt das Prozesshafte philosophischen Denkens begreift, der betreibt Philosophie. So sah das Blumenberg. ... Blumenbergs Denkwege werden also mit Blumenbergs eigenen Fragen und Methoden analysiert. Eine sehr hübsche Idee und kongenial umgesetzt.«

Jörg Später, Deutschlandfunk

»... [Zill begleitet Blumenbergs] Gedankengänge denn auch in luziden analytischen Kapiteln und eröffnet einen Ausblick auf eine Gelehrtenexistenz, die von umfassender Bildung und existenzieller Neugier getragen war.«

Oliver vom Hove, Die Presse, Wien
»Warum dieser Philosoph ... zum ›Metatheoretiker der Neugierde‹ avancierte, das zeigt Rüdiger Zill mit seinem Porträt eines ebenso beharrlichen wie quicken Denkers, der in seinem Büchergehäuse sitzt und leidenschaftlich gern die Tentakel ausfährt. Diese Biografie macht ihn sichtbar als einen der prägenden, einflussreichen Philosophen des 20. Jahrhunderts.«
Jochen Stöckmann, WDR

»Der Autor schaut dem Philosophen über die Schulter und zeigt, wie das Handwerk des Denkens funktionierte.«

Deutschlandfunk Kultur

Videobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»Ein sehr gutes Buch. Ernsthaft und mit Witz geschrieben. Blumenberg hätte eine 1 vergeben.«
Wulf Rehder, 25.06.2020

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