Elena Esposito
Die Fiktion der wahrscheinlichen Realität

Aus dem Italienischen von Nicole Reinhardt
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Erschienen: 30.04.2007
edition suhrkamp 2485, Taschenbuch, 127 Seiten
ISBN: 978-3-518-12485-7

Inhalt

In ihrem neuen Buch geht die italienische Soziologin Elena Esposito von der Parallelität zwischen der modernen fiction und der Wahrscheinlichkeitstheorie aus, die sich beide Ende des 17. Jahrhunderts entwickelt haben. Grundthese des Buches ist, daß es sich in beiden Fällen um moderne Formen der Realitätsverdopplung handelt, die auf Veränderungen der Gesellschaft reagieren. Die fiction entwickelt sich als explizit erfundene, alternative Realität, die dennoch zum Verstehen und zur Erfahrung aller Mitglieder der Gesellschaft beiträgt. Wahrscheinlichkeit und Statistik hingegen sind auf die gegenwärtige Zukunft bezogene Fiktionen, die es erlauben, in der Gegenwart Entscheidungen zu treffen, aus denen künftige Gegenwarten entstehen – die dann andere sein werden, als man vorher dachte.

Elena Esposito lehrt Soziologie an der Universität Modena e Reggio Emilia. Im Suhrkamp Verlag sind zuletzt erschienen: Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Paradoxien der Mode (2004) sowie Soziales Vergessen (stw 1557)

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