Angela Krauß
Eine Wiege

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D: 18,00 €
A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 07.03.2015
Gebunden, 120 Seiten
ISBN: 978-3-518-42468-1

Wohin versinkt unaufhörlich, was wir erleben?

Es waren kleine Fotografien, aufgenommen von ihrem Vater in den Fünfzigerjahren, die Angela Krauß zu diesem ungewöhnlichen Bekenntnis bewegten. Aus Mutter, Vater, Kind tritt der Mensch in die Welt. Mit der ihr eigenen sublimierenden Kraft erkennt Angela Krauß ihn inmitten seiner Geborgen- und Verlorenheit. Mit diesem Buch wagt sie »die einzig ersehnte Konsequenz des Dichtens: dass meine Person in ihrer poetischen Gestalt restlos auf- also untergeht«.

Eine Wiege ist eine Rede in Versen, die uns daran erinnert, wo wir inmitten rasanter Bewegungen zuhause sind.

Aus dem Buch

»Im Oktober 1968 war die Waffe meines Vaters
plötzlich spurlos verschwunden.
Es verschwinden alljährlich hunderte Menschen
für immer.
Sie führte ein Leben im Verborgenen.
Ich schlief Wand an Wand mit ihr,
...«

Pressestimmen

»Eine Liebkosung vor allen Gedanken«

Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

»Die Dichterin Angela Krauß geht andere Wege. In Eine Wiege hat sie aufs Schönste und Leiseste zu Fotografien aus ihrer Kindheit Worte und Zeilen aus der Erinnerung geformt, als gäbe es sie doch, die Heimat – in der Sprache zumindest.«

Marie Luise Knott, Tagtigall - Die Lyrikkolumne

»Eine Wiege ist ein wunderbar leichtes, flirrendes, hochpoetisches Buch, mehr Lyrik als Prosa, mehr Erkundung des Menschseins als Autobiografie, mehr Sprachstrom als Erzählung. Und doch entsteht zusammen mit den Fotografien, die wie Glücksinseln darin schwimmen, das Bild einer ganz bestimmten Person, ihrer Herkunft und ihrer Zeit: Literatur vom allerschönsten.«

Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur

»Bei Angela Krauß das ganze Buch über spürbar: die Gabe des Staunens, eine Bereitschaft für das Wunderbare, ja mehr noch: eine untergründige Gewissheit, die über alle Fährnisse trägt.«

Irmtraud Gutschke, neues deutschland

»Dieses sprachschöne Buch, von der gelernten Gebrauchsgrafikerin selbst gestaltet, verlangt Zeit und Ruhe. Man könnte es auf einer Sommerbank im Park lesen. Es geht mit dem Leser auf Erkundung durch unser Daseins und sucht nach der Wiege des Menschseins.«

Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung

»Es ist erstaunlich, wie wenige Worte nötig sind, um große Literatur zu schaffen.«

Welf Grombacher, Ostthüringer Zeitung

»Man entdeckt Geschichten von existenziellen Erschütterungen und seelischen Verwundungen darin, fragmentarische Bilder. Vor allem aber Wendungen von berührender Intensität und Schönheit.«

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten

»Erstaunlich auch die Fotografien, mit denen das schlanke Büchlein durchsetzt ist ... Die Fotos wollen gar nicht einzeln betrachtet werden, sondern das Eintauchen in die Angela-Krauß-Atmosphäre erleichtern und verstärken. Und in der zu baden kann ich gar nicht genug empfehlen.«

Silke Horstkotte, Kreuzer, Leipzig 7/2015

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