Gerald Murnane
Grenzbezirke

Aus dem Englischen von Rainer G. Schmidt
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Erschienen: 12.11.2018
Bibliothek Suhrkamp 1507, Gebunden, 231 Seiten
ISBN: 978-3-518-22507-3
Auch als eBook erhältlich

SWR-Bestenliste

Inhalt

Ein alter Mann zieht aus der Hauptstadt in eine entlegene Ortschaft im Grenzland, dort will er die letzten Jahre verbringen. Welche geistigen Eindrücke bleiben, fragt er, aus einem Leben, das der Betrachtung gewidmet war und dem Lesen? Die sehnsüchtige Anmutung einer dunkelhaarigen Frau? Der Familiensitz in einer kargen Landschaft? Die gelenkige Schönheit eines gewissen Rennpferdes? Die Farbigkeit durchscheinender Glasfenster? Eine Zeile Proust? Und so beginnt der Mann, im Zwielicht seiner Tage, diesen seinen Schatz zu katalogisieren, kaum ahnend, wohin sein »Bericht« ihn führen wird und welche Geheimnisse dabei ans Licht kommen.

Grenzbezirke ist eine Geste des Abschieds. In Bildern gespenstischer Tiefe erzählt Gerald Murnane das Leben eines leidenschaftlichen Lesers, strauchelnden Liebhabers und praktizierenden Gläubigen – ein Glauben nicht an die Gemeinplätze der Religion, sondern an die unwiderlegbare Leuchtkraft des Erinnerns und der Literatur.  

Im Original erschienen unter dem Titel Border Districts (Giramondo Publishing).

Pressestimmen

»Weltliteratur.«

Elmar Krekeler, Die literarische Welt

»[Eine] Einladung in die wunderbare Welt des genialen Eigenbrötlers Gerald Murnane.«

BuchMarkt

»[Murnane] erzählt von diesem Strahlen am Horizont des Bewusstseins, das alles gelebte Leben enthält, es aber nicht direkt abbildet, sondern als transzendentalen Effekt. Das gelingt [ihm] mit seiner kristallklaren Sprache, die Rainer G. Schmidt auch dieses Mal in ein makelloses Deutsch gebracht hat.«

Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

»In Murnanes Werk steckt etwas von Italo Calvino, von Samuel Beckett, von Jorge Luis Borges. Doch früher oder später wird man sagen: Das ist ja wie bei Gerald Murnane.«

Der Tagesspiegel

»Gerald Murnane ist, vorsichtig formuliert, sehr, sehr exzentrisch.«

The Paris Review

Nachrichten

Kommentare

Murnane würde es sich verbieten, meine ich, nicht als eigenständiger Autor angesehen zu werden. Natürlich merkt man, dass er irgendwann einmal Proust gelesen hat. Aber diese Ruhe, diese unvorstellbare Austrahlung seiner Bilder, die er mit klarer nüchterner Sprache vor einen hinstellt, ist ganz eigenartig. Seine Manie, alles und jedes, was nur ein wenig an Fiktion erinnern könnte, sofort auf den Boden der Tatsachen herunterzuholen, mit unbestechlicher Klarheit nicht die geringste Spur von Gefühligkeit aufkommen zu lassen, das sind Eigenschaften, die zur Zeit bei niemand anderem zu finden sind. Dieses Buch ist eine Überraschung auf allerhöchstem Niveau.
konrad holzer, 18.11.2018

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