Juri Andruchowytsch
Karpatenkarneval - Roman

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr
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Erschienen: 11.02.2019
suhrkamp taschenbuch 4941, Gebunden, 171 Seiten
ISBN: 978-3-518-46941-5
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Vier Dichter und ihre bizarre Entourage unterwegs in die Karpaten. In Tschortopil soll das Fest des auferstehenden Geistes steigen, ein Happening, eine Kreuzung aus Woodstock, Orgie und folkloristischem Mummenschanz. Der Rockstar aus Leningrad reist im Zug an, während die »Blüte der Nation«, die jungen Dichter aus der Provinz, von einem Chrysler Imperial aufgesammelt werden, am Steuer ein ukrainischer Emigrant, der eine Privatklinik in Luzern leitet und sich als Sponsor ausgibt …

Karpatenkarneval, geschrieben im September/Oktober 1990, ist der legendäre Bilderstürmertext des 30jährigen Lyrikers und Performance-Künstlers Juri Andruchowytsch, der die ukrainische Literatursprache zerstörte, um sie neu zu erfinden. Damals ein Skandal, eine Revolution, ist er heute erstmals auf Deutsch zu bestaunen – als genialer Auftakt zu den berühmten Prosawerken des Autors: Moscoviada (1993; dt. 2006, st 4312), Perversion (1999; dt. 2011, st 4409) und Zwölf Ringe (2003; dt. 2005, st 3840).

Pressestimmen

»Zuletzt ist es ruhig um [Andruchowytsch] geworden. ... Ein hochwillkommenes Lebenszeichen.«

Sabine Stöhr, Deutschlandfunk Kultur

»Für mich ist das Buch eigentlich kein Buch mehr, sondern eine Epoche.«

Tanja Maljartschuk, Süddeutsche Zeitung

»Karpatenkarneval ist eine schöne Fingerübung – und ein hochwillkommenes Lebenszeichen.«

Jörg Plath, Deutschlandfunk

»Manche Bücher werden spät übersetzt – und kommen doch gerade zur rechten Zeit. ... Andruchowytsch geht mit der Sprache überaus lustvoll um und zeigt der ukrainischen Literatur allein schon dadurch ihr Potenzial auf.«

Daniel Henseler, literaturkritik.de
»Von Zeit zu Zeit, wenn der unformatierte Irrsinn, die echte Lust und die Perversion ihr Recht fordern, dann wartet an irgendeiner Ecke Juri Andruchowytsch und vertickt uns diesen unglaublichen Stoff.«
Berliner Zeitung
»Juri Andruchowytsch schreibt Geschichten, von denen man nicht weiß, ob sie aus einem wilden Leben oder einer Bulgakow’schen Traumreise gegriffen sind.«
taz. die tageszeitung

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