Ingeborg Bachmann
Kriegstagebuch - Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hans Höller
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D: 7,95 €
A: 8,20 €
CH: 11,90 sFr

Erschienen: 23.05.2011
suhrkamp taschenbuch 4243, Taschenbuch, 113 Seiten
ISBN: 978-3-518-46243-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Eine Achtzehnjährige jubelt in ihrem Tagebuch über den schönsten Sommer ihres Lebens. Es ist nicht irgendeine junge Frau und auch nicht irgendein Sommer. Ingeborg Bachmann hält ihr Erleben des Kriegsendes fest. Dabei ist nicht allein der ersehnte Frieden Grund für Ihre Euphorie, sondern auch die tiefe Verbindung mit dem britischen Besatzungssoldaten Jack Hamesh. Die Gespräche mit ihm, dem Juden, der 1938 als Kind aus Wien flüchten mußte und seine Eltern im Holocaust verlor, prägen sie tief. Er wird ihr, nachdem er in das damalige Palästina ausgewandert ist, in berührenden Briefen schildern, wie sie ihm den Glauben an die Menschen zurückgab.

Ingeborg Bachmanns ergreifendem Kriegstagebuch sind in diesem Band die erhaltenen Briefe von Jack Hamesh an sie zur Seite gestellt. Zusammen bilden sie ein einzigartiges Dokument des Dialogs und der Zuneigung zwischen Kindern der Opfer und der Täter.

Kommentare

In der tiefen Einsamkeit, die aus seinen Briefen klingt, in dieser Sehnsucht nach Heimat, Freunden und einer Familie, die ihm zuvor stets genommen worden sind, lässt sich als Leser nur hoffen, dass er auch in Palästina seine ganz eigene Ingeborg Bachmann gefunden hat. Frühestens bis es davon Nachricht gibt, wird das Buch den Leser nicht wieder loslassen. (http://seitengang.wordpress.com)
Christian Lund, 28.06.2012

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