Hermann Hesse
»Mit dem Vertrauen, daß wir einander nicht verloren gehen können« - Briefwechsel mit seinen Söhnen Bruno und Heiner

Herausgegeben von Michael Limberg in Zusammenarbeit mit Silver und Simon Hesse
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D: 34,00 €
A: 35,00 €
CH: 45,90 sFr

Erschienen: 14.12.2019
Gebunden, 360 Seiten
ISBN: 978-3-518-42905-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Es ist nicht leicht, Sohn eines berühmten Vaters zu sein. Zumal wenn der Vater häufig abwesend ist und dann auch noch die Familie zerbricht. Wie es Hermann Hesse und seinen Söhnen Bruno und Heiner »trotz allem Schwierigen« gelungen ist, eine liebevolle, lebenslange Beziehung aufzubauen – davon erzählt dieser Briefwechsel, der fast 300, bislang unveröffentlichte Briefe enthält.

Die hier wiedergegebene Korrespondenz setzt Anfang 1920 ein. Zwei Jahre zuvor hatte Hesses erste Frau und die Mutter seiner Kinder, Mia Hesse-Bernoulli, einen psychischen Zusammenbruch und wurde in eine Klinik eingewiesen. In der Folge sah er sich gezwungen, seine Söhne in Obhut zu geben: Der 14-jährige Bruno kam als Pflegesohn zu einem befreundeten Ehepaar, der vier Jahre jüngere Heiner erlebte eine Odyssee durch Kinderheime und Schulinternate.

Hesse ist bemüht, trotz der räumlichen Trennung die Entwicklung seiner Söhne mit Rat und Tat zu begleiten. Er geht voller Verständnis auf die Probleme und Lebensentwürfe der beiden Heranwachsenden ein, immer individuell und auf Brunos und Heiners Temperament und Charakter zugeschnitten. In seinen Briefen bestärkt er sie, ihren eigenen Weg zu gehen, und ermuntert sie, die eigenen Anlagen, die sie in sich tragen, weiterzuentwickeln. Dass nicht nur er ihnen hilft, ihren Platz im Leben zu finden, sondern auch sie ihm über die Jahre helfen, sich in seiner Rolle als Vater zurechtzufinden, dokumentiert der Briefwechsel auf ebenso unterhaltsame wie erhellende Weise.

Pressestimmen

»Der Briefwechsel Mit dem Vertrauen, dass wir einander nicht verloren gehen können zeigt, wie sich zwischen diesen dreien dennoch, schreibend, ein ungewöhnlich enges Band festigte – und dass es immer mehr als einen guten Weg gibt.«

stern

»Ein dramatischer Familiendiskurs über die Grundfragen der Zeit, zu dessen moralischer Größe auf allen Seiten gehört, dass er – obwohl die Gefahr mehrfach bestand – von keiner Seite aufgekündigt wurde.«

Gunnar Decker, neues deutschland

»... ein weiteres Mosaikteil seines von der Literaturwissenschaft so exzellent erschlossenen Lebens.«

Welf Grombacher, Märkische Oderzeitung

»Hesse, ein Leben lang mit Briefen geradezu überschüttet, war ein begnadeter und enorm fleißiger Briefschreiber, und wenngleich man die gesamte, unfassbar umfangreiche Korrespondenz zwischen Buchdeckeln nie finden wird, so erhält sie in den vielen bisher edierten Sammlungen und Briefwechseln immerhin den Platz, der ihr gebührt.«

Klaus Bellin, Falter 1/2020

»Mit dem Vertrauen, daß wir einander nicht verloren gehen können wirft ein interessantes Licht auf einen von Deutschlands bedeutendsten Dichtern, der sich mit Spiritualität, indischer Weisheitslehre und christlicher Mystik auseinandersetzte und damit auch zu einem der geistigen Väter der Hippie-Bewegung wurde.«

Fantasia 817e

»Dieser Band, der die sehr private Korrespondenz Hesses mit seinen beiden älteren Söhnen zugänglich macht und neben dem Dichterbild endlich auch das Bild des Privatmanns Hesse schärft, ist wichtig. Er zeigt eindrücklich, wie genau Hesse die Geschehnisse seiner Zeit beobachtet und diese auch explizit … kommentiert, sowie immer wieder politisch klar Stellung bezieht.« 

Carina Gröner, literaturkritik.de

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