Christian Goeschel
Mussolini und Hitler - Die Inszenierung einer faschistischen Allianz

Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff. Mit zahlreichen Abbildungen
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Erschienen: 14.12.2019
Gebunden, 476 Seiten
ISBN: 978-3-518-42891-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Zwischen 1934 und 1944 trafen sich Mussolini und Hitler insgesamt siebzehnmal – öfter als jedes andere Duo westlicher Staatschefs der damaligen Zeit. Die beiden Diktatoren sandten einander Glückwunschtelegramme zum Geburtstag, Hitler gratulierte Mussolini regelmäßig zum Jahrestag des »Marsches auf Rom«. Obwohl sie sich persönlich nicht ausstehen konnten, gelang ihnen die Inszenierung einer Freundschaft. Sie sollte nach außen Einheit und Macht demonstrieren und nach innen Volksnähe vermitteln.

Entlang der wichtigsten Begegnungen – von den pompösen Staatsempfängen der Anfangszeit bis zum letzten Treffen am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze – zeichnet Christian Goeschel die wechselvolle Geschichte dieser folgenreichen »Freundschaft« nach. Er untersucht die diplomatischen Taktiken und propagandistischen Techniken und wirft ein neues Licht auf die zerstörerische Allianz zwischen dem faschistischen Italien und Nazi-Deutschland. Am Prototyp choreographierter Diktatorenfreundschaft im Zeitalter der Massenmedien zeigt dieses Buch, was geschehen kann, wenn im Feld der Politik Performance und Macht miteinander verschmelzen.

Im Original erschienen unter dem Titel Mussolini and Hitler. The Forging of the Fascist Alliance (Yale University Press).

Pressestimmen

»Goeschel hat alle erdenklichen Quellen ausgewertet, um die Reaktionen zu erforschen, die die Apparate beider Seiten sorgfältig sammelten und auswerteten, freilich oft genug mit einem der offiziellen Propaganda entgegengesetzten Tenor.«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel

Kommentare

»Mehr als allen anderen Historikern zuvor gelingt es Christian Goeschel in diesem hervorragenden Buch, Licht auf den zynischen und egoistischen Charakter der zunehmend desaströsen ›besonderen Beziehung‹ zwischen den beiden Diktatoren zu werfen.«
Ian Kershaw, 13.05.2019

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