Elizabeth Anderson
Private Regierung - Wie Arbeitgeber über unser Leben herrschen (und warum wir nicht darüber reden)

Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann
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Erschienen: 22.06.2020
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2320, Taschenbuch, 259 Seiten
ISBN: 978-3-518-29920-3
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Der freie Markt war einmal ein progressives Projekt, das zur Befreiung der Lohnabhängigen führen sollte – von obrigkeitsstaatlichen Strukturen und von der Gängelung durch die Arbeitgeber. Elizabeth Anderson zeigt, was aus dieser schönen Idee geworden ist: reine Ideologie in den Händen mächtiger ökonomischer Akteure, die sich wenig um die Freiheit und die Rechte von Arbeitnehmern scheren. Sie arbeitet heraus, wie sich der positive Zusammenhang zwischen freiem Markt und freiem Arbeiter aufgelöst hat, und bestimmt die gegenwärtige Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern neu: als eine von quasi autokratisch herrschenden, privaten Regierungen und den von ihnen Regierten, die in vielerlei Hinsicht das Nachsehen haben. Eine beeindruckende Dekonstruktion eines Mythos des Marktdenkens.

Im Original erschienen unter dem Titel Private Government. How Employers Rule Our Lives (and Why We Don't Talk about It) (Princeton University Press).

Aus dem Buch

»Wer heute noch sagt, dass freie Märkte die Freiheit der Arbeiter garantieren, übt sich in magischem Denken.«

Pressestimmen

»Elizabeth Andersons kluge Reflexionen führen uns eindringlich vor Augen, warum wir die Rechte von Arbeitnehmenden nicht als nebensähclich abtun dürfen.«

Michael Holmes, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Auf Elizabeth Andersons Ausführungen folgen ... vier kritische Kommentare von renommierten Kollegen verschiedener Fächer, auf die Anderson wiederum antwortet. So schärft das Buch bestens den Blick dafür, dass in einer Zeit, in der Gewerkschaften als unsexy gelten, die Arbeitsbedingungen keineswegs Privatsache der Privatwirtschaft sind, sondern eine öffentliche Angelegenheit.«

Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung

»Anderson gelingt es in ihrem historischen Abriss sehr gut zu zeigen, wie der ursprüngliche Gleichheitsgedanke aus dem liberalen Denken nach der industriellen Revolution verschwindet und nur noch die Freiheit der Märkte zur Maxime des Liberalismus wird.«

Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Andersons beherztes Plädoyer, dass die politische Philosophie die Machtverhältnisse am Arbeitsmarkt stärker ins Blickfeld rücken sollte, besticht.«

Friedemann Bieber, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der freie Markt war mal eine linke Idee: Elizabeth Anderson erklärt in ihrem scharfsinnigen Buch Private Regierung, warum die industrielle Revolution daraus ein Zwangsregime gemacht hat.«

Ronald Düker, DIE ZEIT 12/19

»Wie es zu diesem Teufelskreis kam und wie der Ausbruch glücken kann, erklärt die Politologin packend und transparent.«

ZDF

»... ein spannendes Buch über Arbeitsbeziehungen.«

Thomas Gesterkamp, neues deutschland

»Eine Diskussion in Buchform.«

Alice Henkes, SRF

»Anderson benennt einen wunden Punkt in der jahrzehntelangen Symbiose von Demokratie und Kapitalismus.«

Johannes Thumfart , iw – Institut der deutschen Wirtschaft Nr. 68

Videobeiträge

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