Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht

Roman
Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht
Roman

»Ich schreibe dich – / Zur Welt bist du wieder gekommen / mit geisternder Buchstabenkraft«, heißt es in einem der Gedichte von Nelly Sachs, das Josef Winkler in seinem neuen Roman zitiert, in dem er seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurückschreibt. Für eine Ausbildung zur Konditorin verlässt sie das Dorf, arbeitet jahrelang in den...

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»Ich schreibe dich – / Zur Welt bist du wieder gekommen / mit geisternder Buchstabenkraft«, heißt es in einem der Gedichte von Nelly Sachs, das Josef Winkler in seinem neuen Roman zitiert, in dem er seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurückschreibt. Für eine Ausbildung zur Konditorin verlässt sie das Dorf, arbeitet jahrelang in den verschiedensten Hotels, kehrt nach Ausbruch ihrer seelischen Erkrankung und nach dem ersten Selbstmordversuch in ihr Elternhaus zurück, wo sie auf ihren Bruder Josef trifft, der nach dem Skandal um sein erstes Buch ebenfalls dort Zuflucht sucht.

Der Roman Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht, der mit Josef Winklers »Buchstabenkraft«, auch in surrealen Bildern, andeutet, welche ungeheuerlichen Vorkommnisse das Dasein seiner Schwester bis in den Tod verdunkelt haben mögen, verschränkt die Heimkehr der verlorenen Tochter und die Rückkehr des verlorenen Sohns ineinander. Wie Josef Winkler seelische und körperliche Gewalt der dörflichen Umwelt zur Sprache bringt, ist in der deutschsprachigen Literatur unvergleichlich.

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ZITATE

»Wenige Wochen später, zu Allerheiligen, trugen meine Schwester Maria und ich, die heimgekehrte verlorene Tochter und der zur selben Zeit zurückgekehrte verlorene Sohn, die eingetopften rostroten und gelben Chrysanthemen auf den Friedhof ans großelterliche Grab und zündeten Abend für Abend eine Kerze an.«
»Wenige Wochen später, zu Allerheiligen, trugen meine Schwester Maria und ich, die heimgekehrte verlorene Tochter und der zur selben Zeit zurückgekehrte verlorene Sohn, die eingetopften rostroten und gelben Chrysanthemen auf den Friedhof ans großelterliche Grab und zündeten Abend für Abend eine Kerze an.«

Personen für Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht

Josef Winkler wurde am 3. März 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten geboren. 2008 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.

Josef Winkler wurde am 3. März 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten geboren. 2008 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.


STIMMEN

»[Winklers] komplexe Syntax, sein virtuoser Umgang mit Wiederholung und Motivvariation sowie eine drastische Bildkraft zeichnen auch diesen Roman aus.«
Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten
»Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht ist ein weiteres Prosa-Meisterwerk Josef Winklers, in dem er seine Arbeit am Gesamtwerk genussvoll und zur großen Freude seiner Leserschaft fortsetzt.«
Joachim Dicks, NDR
»[Winkler ist ein] herausragender österreichischer Autor ... Im Herzen des Romans leuchtet die Zartheit ...«
Katja Gasser, ORF
»[Winklers] komplexe Syntax, sein virtuoser Umgang mit Wiederholung und Motivvariation sowie eine drastische Bildkraft zeichnen auch diesen Roman aus.«
Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten
»Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht ist ein weiteres Prosa-Meisterwerk Josef Winklers, in dem er seine Arbeit am Gesamtwerk genussvoll und zur großen Freude seiner Leserschaft fortsetzt.«
Joachim Dicks, NDR
»[Winkler ist ein] herausragender österreichischer Autor ... Im Herzen des Romans leuchtet die Zartheit ...«
Katja Gasser, ORF
»Winkler ... blüht [mit diesem Werk] ein dritter Frühling.«
Sebastian Fasthuber, Falter

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