Zeittafel


Diese ausführliche Zeittafel bietet Ihnen einen kompakten Überblick über das Leben und Werk Hermann Hesses, seine verschiedenen Lebensstationen und Veröffentlichungen.
Detaillierte Informationen zu ausgewählten Werken erhalten Sie beim ›Klick‹ auf den jeweiligen Buchtitel.
 

1877   Am 2. Juli in Calw/Württemberg geboren.
Vater: Johannes Hesse (1847–1916),
Mutter: Marie Hesse, verw. ­Isenberg, geb. Gundert (1842–1902).
1891/1892   Seminarist im ev. Klosterseminar Maulbronn, aus dem Hesse nach sieben
Monaten flieht, weil er »entweder Dichter oder gar nichts« werden will.
1892   Zur Kur ins religiöse Heil- und Erweckungszentrum in Bad Boll, Selbstmordversuch und anschließende Überweisung in die Nervenheilanstalt Stetten. Aufnahme in das Gymnasium von Cannstatt.
1893   Einjährig-Freiwilligen-Examen (Obersekundarreife).
1895-1898   Buchhändlerlehre in Tübingen (Buchhandlung Heckenhauer).
1898   Erste Buchpublikation: Romantische Lieder.
1899   Eine Stunde hinter Mitternacht;
Sortimentsgehilfe in der Reich'schen Buchhandlung Basel (bis 1901).
1900   Die Hinterlassenen Schriften und Gedichte von Hermann Lauscher.
1901   Italienreise; ab August 1901 Buchhändler im Basler Antiquariat Wattenwyl.
1903   Aufgabe der Buchhändler- und Antiquariatsstellung, zweite Italienreise.
1904   Peter Camenzind. Heirat mit Maria Bernoulli und Umzug nach Gaienhofen am Bodensee. Freier Schriftsteller und Mitarbeit für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften.
1905   Geburt des Sohnes Bruno.
1906   Unterm Rad (entstanden 1903/1904).
Gründung der Zeitschrift März.
1907   Diesseits (Erzählungen).
1908   Nachbarn (Erzählungen).
1909   Geburt des zweiten Sohnes Heiner.
1910   Gertrud.
1911   Geburt des dritten Sohnes Martin.
Unterwegs (Gedichte). Indienreise.
1912   Umwege (Erzählungen).
Hesse zieht mit seiner Familie nach Bern.
1913   Aus Indien. Aufzeichnungen einer indischen Reise.
1914   Roßhalde.
Bei Kriegsbeginn meldet sich Hesse als Freiwilliger, wird aber als dienstuntauglich zurückgestellt. Zahlreiche pazifistische Aufsätze, Mahnrufe, offene Briefe etc. in deutschen, schweizerischen und österreichischen Zeitungen und Zeitschriften.
1915  

Gründung einer Zentrale für Kriegsgefangenenfürsorge in Berlin, für die er sich bis 1919 einsetzte.
Knulp. Drei Geschichten aus dem Leben Knulps
Am Weg
(Erzählungen und Betrachtungen)
Musik des Einsamen
Neue Gedichte – Schön ist die Jugend 
(Erzählungen).

1916  

Tod des Vaters. Zunehmende politische Angriffe aus Deutschland.
Erste psychotherapeutische Sitzung mit dem C.-G.-Jung-Schüler J. B. Lang.

1919   Die politische Flugschrift Zarathustras Wiederkehr erscheint anonym.
Trennung von seiner Frau. Übersiedlung nach Montagnola/Tessin.
Demian. Die Geschichte einer Jugend erscheint bei S. Fischer, Berlin, unter dem Pseudonym Emil Sinclair.
Gründung und Herausgabe der Zeitschrift Vivos voco. Für neues Deutschtum (Leipzig und Bern).
1920   Gedichte des Malers
Blick ins Chaos
Klingsors letzter Sommer 
Wanderung
1921   Ausgewählte Gedichte. Psychoanalyse bei C. G. Jung.
1922   Siddhartha. Eine indische Dichtung.
1924   Heirat mit Ruth Wenger.
1925   Kurgast. Lesereise u. a. nach Ulm, München, Augsburg, Nürnberg.
1927  

Die Nürnberger Reise
Der Steppenwolf
.

Zu Hesses 50. Geburtstag erscheint die erste Hesse-Biographie (von Hugo Ball). Scheidung seiner zweiten Ehe.

1930   Narziß und Goldmund.
1931   Heirat mit der Kunsthistorikerin Ninon Dolbin.
1931-1942   Arbeit an Das Glasperlenspiel.
1932   Die Morgenlandfahrt.
1935  

Fabulierbuch (Erzählungen).
Politisch erzwungene Teilung des S. Fischer Verlags in einen reichsdeutschen (von Peter Suhrkamp geleiteten) Teil und den Emigrationsverlag von Gottfried Bermann Fischer. Die NS-Behörden untersagen, die Verlagsrechte Hermann Hesses mit ins Ausland zu nehmen.

1936   Stunden im Garten (in Bermann Fischers Exil-Verlag in Wien).
Erste persönliche Begegnung mit Peter Suhrkamp.
1937   Gedenkblätter
Neue Gedichte.
1939-1945   Hesses Werke dürfen in Deutschland nicht nachgedruckt werden.
1942   Der S. Fischer Verlag, Berlin, erhält keine Druckerlaubnis für Das Glasperlenspiel.
1943   Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi
Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften
erscheint bei
Fretz & Wasmuth in Zürich.
1946   Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Nobelpreis für Literatur.
Hesses Werke können in Deutschland wieder gedruckt werden.
1950   Hesse ermutigt Peter Suhrkamp zur Gründung eines eigenen Verlags.
1951   Späte Prosa
Briefe
1952   Gesammelte Dichtungen in sechs Bänden.
1955   Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
1957   Gesammelte Schriften in sieben Bänden.
1961   Stufen, alte und neue Gedichte in Auswahl.
1962   Hermann Hesse stirbt am 9. August in Montagnola.
1965   Prosa aus dem Nachlaß (hg. von Ninon Hesse).
1966   Kindheit und Jugend vor Neunzehnhundert, Hermann Hesse in Briefen und Lebenszeugnissen 1877 bis 1895 (hg. von Ninon Hesse).
Tod von Ninon Hesse.
1970   Werkausgabe in zwölf Bänden.
1973-1986   Gesammelte Briefe (4 Bde.).
2001-2005   Sämtliche Werke in 20 Bänden.
     
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© alle Fotos auf dieser Seite: Martin Hesse/Suhrkamp Verlag