Philosophische Anthropologie im biologischen Zeitalter

Zur Konvergenz von Moral und Natur
Philosophische Anthropologie im biologischen Zeitalter
Zur Konvergenz von Moral und Natur

Die Biologie ist zur neuen Leitwissenschaft geworden, und Jahrtausende philosophischer Reflexion über den Menschen können als Makulatur eingestampft werden – so jedenfalls die Ansicht vieler Evolutionstheoretiker und Soziobiologen. Denn nur wer die Gene kenne, verstünde den Menschen. In der Tat beansprucht der evolutionäre Ansatz, Grundfragen der philosophischen Anthropologie zu beantworten: Wie erkennen wir die Welt? Warum kann und soll der Mensch moralisch handeln? Wie kann ein...

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Die Biologie ist zur neuen Leitwissenschaft geworden, und Jahrtausende philosophischer Reflexion über den Menschen können als Makulatur eingestampft werden – so jedenfalls die Ansicht vieler Evolutionstheoretiker und Soziobiologen. Denn nur wer die Gene kenne, verstünde den Menschen. In der Tat beansprucht der evolutionäre Ansatz, Grundfragen der philosophischen Anthropologie zu beantworten: Wie erkennen wir die Welt? Warum kann und soll der Mensch moralisch handeln? Wie kann ein gesellschaftliches Zusammenleben funktionieren?

Auch wenn es richtig ist, hybride Universalerklärungen zurückzuweisen, darf die große Leistungsfähigkeit der Evolutionstheorie nicht verkannt werden. Sich unter Berufung auf menschliche Freiheit und Autonomie der Kultursphäre von evolutionären Erklärungen einfach abzugrenzen genügt nicht. Vielmehr sollte die philosophische Anthropologie neu bedenken, was solche Erklärungen für die klassischen Einsichten der Anthropologie bedeuten. Christian Illies stellt sich dieser Herausforderung und argumentiert, daß die philosophische und die evolutionstheoretische Herangehensweise konstruktiver miteinander verbunden werden können, als von beiden Seiten oft angenommen wird.

Einleitung: Konvergenzanthropologie im biologischen Zeitalter
Anthropologische Grundmodelle
Philosophisch nach dem Menschen fragen
Der philosophische Anspruch der Evolutionsbiologie
Die Notwendigkeit philosophischer Anthropologien
Die vier Wege der Anthropologie
Konvergenzanthropologie als synthetische Anthropologie im engeren Sinne
Die ideengeschichtliche Stellung Darwins
Voraussetzungen der modernen Biologie
Evolutionstheorien vor Darwin
Die natürliche Auslese als Kausalerklärung der Evolution
Die Begründung der Theorie
Teleologie und natürliche Selektion
Der Darwinismus seit Darwin
Selektion und Synthetische Theorie
Verhaltensmerkmale als Anpassung: die klassische Ethologie
Soziobiologie und Evolutionspsychologie
Evolutionäre Erklärungen der Kultur
Spekulation, Selbstüberschätzung und der heuristische Wert der Evolutionstheorie
Resümee
Die Moral der Genmaschine
Das moralische Tier
Kooperation und Altruismus
Aggression
Gefühle und kognitive Vermögen
Moral und Menschenbild
Anthropologie und Ethik
Die Moral im philosophischen Sinne
Die Beiträge der Evolutionswissenschaften
Die Grenzen der Evolutionswissenschaften
Ausblick
Der Mensch im Schatten der Gene
Vorbemerkung
Ist der Mensch sich selbst der Nächste?
Freiheit und genetischer Zwang
Eine kurze Bilanz
Die Moral im Schatten der Gene
Die evolutionäre Unableitbarkeit der Moral
Moral als Illusion
Die moralische Orientierbarkeie des Menschen
Der Effektivitätsimperativ der Moral
Die Versittlichung natürlicher Anlagen
Die Ambivalenz des Umsetzungswissens
Die kulturelle Evolution der Moralsysteme
Die Tauglichkeit der Moral für die Wirklichkeit
Die vernünftige Hoffnung der Moral auf einen evolutionären Erfolg
Grenzen des evolurionären Erfolges der Moral
Die Konvergenz von Moral und Natur
Die widerspenstige Natur
Gentechnische Phantasien und andere Irrwege
Konvergenz als Aufgabe und Ziel des Menschen
Inhaltsverzeichnis
Bibliografische Angaben
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