Die Hölle gibt es nicht

Roman
Aus dem Tschechischen von Eva Profousová
Die Hölle gibt es nicht
Roman
Aus dem Tschechischen von Eva Profousová

Prag, am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Tom, ein alternder Journalist, bricht mit seiner Geliebten zu einem Ausflug in die Umgebung auf. Ein südböhmisches Barockkloster verspricht Ablenkung von innerer und äußerer Konfusion: Seine Ehe ist kaputt, der Job hängt am seidenen Faden, der schwule Sohn macht ihm Sorgen. Da meldet sich die Redaktion - Point, ein angesagtes Organ, finanziert von einem undurchsichtigen Geschäftsmann mit Verbindungen nach...

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Prag, am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Tom, ein alternder Journalist, bricht mit seiner Geliebten zu einem Ausflug in die Umgebung auf. Ein südböhmisches Barockkloster verspricht Ablenkung von innerer und äußerer Konfusion: Seine Ehe ist kaputt, der Job hängt am seidenen Faden, der schwule Sohn macht ihm Sorgen. Da meldet sich die Redaktion - Point, ein angesagtes Organ, finanziert von einem undurchsichtigen Geschäftsmann mit Verbindungen nach Russland. Man braucht sofort einen Artikel über das Vertrauen der Tschechen in die Nato …

Die Hölle gibt es nicht erzählt voller Komik und Verzweiflung, was aus den Hoffnungen und Träumen von 1989 geworden ist. Da taucht nicht nur die alte, sehr tschechische Geschichte wieder auf  – gegen die Panzer einer Invasionsarmee ist der Einzelne machtlos. Sondern auch die akute Erfahrung: verstrickt in Liebes- und Familienchaos, wird man dem historischen Augenblick kaum gewachsen sein.

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»Jáchym Topols Romane sind große Spektakel, aus denen es kein Erwachen gibt.«
DIE WELT
»Solange der Zustand Europas zu solchen Kunstwerken anregt, ist es nicht verloren.«
Neue Zürcher Zeitung
»Der Roman nimmt die Leser mit in russische Folterkeller. ... [Er kommt dennoch] nicht schwer und düster daher. Seine hochenergetische Sprache, die furiosen Dialoge, die wie verbale Boxkämpfe anmuten, vor allem aber der groteske Humor am Abgrund wirken als intensive Gegenmittel.«
Holger Heimann, SR
»Jáchym Topols Romane sind große Spektakel, aus denen es kein Erwachen gibt.«
DIE WELT
»Solange der Zustand Europas zu solchen Kunstwerken anregt, ist es nicht verloren.«
Neue Zürcher Zeitung
»Der Roman nimmt die Leser mit in russische Folterkeller. ... [Er kommt dennoch] nicht schwer und düster daher. Seine hochenergetische Sprache, die furiosen Dialoge, die wie verbale Boxkämpfe anmuten, vor allem aber der groteske Humor am Abgrund wirken als intensive Gegenmittel.«
Holger Heimann, SR

Personen für Die Hölle gibt es nicht

Jáchym Topol, 1962 in Prag geboren und Sohn des Dramatikers Josef Topol, war nicht nur der Star des literarischen und musikalischen Underground vor 1989 sondern ist auch heute noch der bekannteste tschechische Autor seiner Generation. Als Sechzehnjähriger unterzeichnete er die Charta 77, 1985 begründete er das Underground-Magazin Revolver Revue, seine Zeit als Wehrpflichtiger verbrachte er mit anderen Intellektuellen in der Irrenanstalt, er arbeitete als Heizer und Lagerarbeiter. In den 90er Jahren studierte er Ethnologie und bereiste zwischen 1989 und 1991 als Journalist für die Wochenzeitung Respekt und Drehbuchautor Osteuropa. 1988 erschien in Samizdat sein erster Gedichtband Ich liebe Dich bis zum Irrsinn, 1992/93 folgten Am Dienstag gibt es Krieg und...

Jáchym Topol, 1962 in Prag geboren und Sohn des Dramatikers Josef Topol, war nicht nur der Star des literarischen und musikalischen Underground...

Übersetzerin

Eva Profousová, 1963 in Prag geboren, studierte Bohemistik, Russistik und Osteuropäische Geschichte in Hamburg und Glasgow. Für ihre Übersetzungen aus dem Tschechischen (neben dem Werk Jáchym Topols vor allem Bücher von Radka Denemarková, Jaroslav Rudiš und Michal Viewegh) wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

Übersetzerin

Eva Profousová, 1963 in Prag geboren, studierte Bohemistik, Russistik und Osteuropäische Geschichte in Hamburg und Glasgow. Für...


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Eva Profousová wird für ihre Übersetzung von Jáchym Topols Roman Ein empfindsamer Mensch ausgezeichnet.